Buchrezension: Andrzej Sapkowski – Der Hexer. Das Erbe der Elfen

Bild des Buches "Das Erbe der Elfen" von Andrzej Sapkowski

Autor: Andrzej Sapkowski
OT: Krew elfów
Erschienen: Neuausgabe 2019 in München: dtv
Seiten: 380

„Toss a coin to your witcher, oh valley of plenty…” Na, wer von euch hat nun auch einen Ohrwurm? Jeder, der „The Witcher“ auf Netflix gesehen hat, weiß wohl, wovon ich rede. Die Serie habe ich 2019 parallel mit dem Spiel „The Witcher – Wild Hunt“ begonnen. Nun wurde es Zeit, dass ich auch endlich die Romanvorlage zu Buch und Spiel lese!

Worum geht’s?

Seit dem Überfall auf Cintra ist Cirilla, die Thronerbin des Reiches, verschollen. Viele glauben, sie sei tot, doch was tut sich da in Kaer Morhen, dem Stammsitz der Hexer? Geralt von Riva, der berühmte Hexer, hat das Kind heimlich zu sich genommen und bildet es dort aus. Schon bald kommen jedoch zwei Zauberinnen zu Besuch: Triss Merigold nimmt sich der jungen Ciri an und sorgt dafür, dass sie angemessen behandelt und ausgebildet wird.

Auch Yennefer von Vengerberg lässt nicht lange auf sich warten. Ciri scheint die resolute Zauberin zuerst nicht zu mögen, doch schon bald entsteht eine enge Verbindung zwischen den beiden. Schließlich wird deutlich, dass Ciri nicht irgendein Kind ist, sondern dass in ihr besondere Kräfte schlummern, die es gilt, auszubilden und zu kontrollieren…

Langsame, aber stetige Entwicklung

Das Erbe der Elfen“ ist nur der erste von insgesamt fünf Bänden (und drei weiteren Zusatzbänden). Daher findet der Aufbau der Geschichte langsam, aber stetig statt. In diesem ersten Band dreht sich vieles hauptsächlich um Ciri, ihre Kräfte und ihre Zeit in Kaer Morhen. Als Leser und Leserinnen sehen wir, dass dieses Mädchen unglaublich resistent ist und viel mitmacht. Dennoch ist sie ein Kind und hat als Mädchen physiologisch andere Bedürfnisse als die erwachsenen Männer, mit denen sie am Hauptsitz der Hexer zusammenwohnt.

Mit dem Eintreffen von Triss und später Yennefer werden Ciri zwei wunderbare Mentorinnen an die Seite gestellt – die eine etwas herzlicher, die andere sehr streng, aber dennoch nicht weniger herzlich. Dabei wird auch klar, welche Verbindungen einerseits zwischen Triss und Geralt und andererseits zwischen Yennefer und Geralt bestehen. Wer die Spiele und die Serie kennt, weiß, was da in den Büchern noch für liebestechnische Verstrickungen lauern!

Humorvoll geschrieben

Am Anfang war es für mich nicht so einfach, in Sapkowskis Schreibstil hereinzufinden. Doch hat man erst einmal die ersten paar Seiten verschlungen, kommt man nicht umhin, den wunderbar trockenen Humor des Autors zu bemerken. So sind doch manche Szenen in dem Buch, die einen Schmunzeln lassen – und dazu führen, dass man sich den Figuren im Buch mit jeder Seite ein Stück enger verbunden fühlt.

Das Buch selbst hat nur sieben Kapitel. Auf 380 Seiten verteilt heißt das, dass die einzelnen Kapitel recht lang sind. Vor jedem Kapitel finden sich außerdem eines oder mehrere einführende Zitate, die mal Weissagungen, mal Bücher aus dem „Hexer-Universum“ zitieren.

In meiner Auflage von 2019 hat das Buch übrigens eine wunderbare Haptik. Das Wolfsemblem auf dem Umschlag lässt sich mit den Fingern nachfahren und der Rest des Buches fühlt sich leicht rau an. Die Innenseiten der Buchdeckel lassen sich aufklappen. So hat man ganz vorne eine Karte der Nördlichen Königreiche, sodass die Wege und die Lage der Städte anhand der Karte gut nachvollzogen werden können.

Insgesamt handelt es sich hier um einen unglaublich spannenden Auftakt der „Hexer“-Reihe. Am liebsten hätte ich sofort Band 2 weitergelesen, doch der befindet sich leider noch nicht in meinem Besitz und muss daher noch etwas warten 😉

Nun seid ihr dran: Habt ihr das Buch gelesen? Oder die Serie zu The Witcher gelesen, bzw. das Spiel gespielt? (Das Spiel ist übrigens eines der besten Spiele, die ich bisher in meinem Leben gespielt habe!) Verratet es mir gerne in den Kommentaren!

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