Buchrezension: Leigh Bardugo – Shadow and Bone

Leigh Bardugos Roman "Shadow and Bone" in der Schmuckausgabe

Autorin: Leigh Bardugo
OT: Shadow and Bone
Erschienen: 2020 in London: Hodder and Stoughton
Seiten: 308

Hände hoch, wer von euch mag High Fantasy genauso sehr wie ich? 😊 Zuletzt bin ich in „Shadow and Bone“ von Leigh Bardugo so richtig abgetaucht.  Aufmerksam darauf geworden bin ich durch die gleichnamige Netflix-Serie, die im Frühjahr so richtig auf Bookstagram eingeschlagen ist. So sah ich also zuerst die Serie (ich war zu neugierig darauf um zu warten bis ich alle Bücher gelesen hatte) und las dann den ersten Teil der Grisha-Trilogie. Grishaverse, ich komme!

Worum geht’s?

Alina Starkov und Malyen Oretsev, der nur Mal genannt wird, sind jugendliche Waisenkinder in Keramzin im Königreich Ravka. Die beiden sind zu Beginn der Geschichte auf dem Weg zur Schattenflur, der das Land vom Meer trennt. In regelmäßigen Abständen werden Expeditionen durch die Schattenflur geschickt, um den Im- und Export aufrecht erhalten zu können. Diese Expeditionen sind sehr gefährlich, denn in dem dunklen Streifen leben die Volcra, schreckliche Monster, die Menschen angreifen und töten.

Bei einer dieser Expeditionen sind Alina und Mal dabei. Als die Volcra das Schiff angreifen, zeigt sich bei Alina ganz plötzlich ihre Grisha-Fähigkeit. Grisha sind gewissermaßen die Magier im Lande, die jeweils unterschiedliche Gaben haben. Bei Alina stellt sich heraus: Sie ist nicht irgendeine Grisha, denn sie ist die einzige, die Licht beschwören kann.

Der Dunkle, welcher der Anführer der Grisha ist, veranlasst sofort, dass Alina nach Os Alta gebracht wird, wo sie in ihren Fähigkeiten unterrichtet werden soll, damit sie ihre Gabe kontrollieren kann. Von Kirigan, also dem Dunklen, fühlt Alina sich angezogen. Zwischen den beiden entspinnt sich eine Beziehung, doch da weiß Alina noch nicht, was der Dunkle wirklich mit ihr vor hat…

Auf und ab der Handlung

Anhand der Zusammenfassung merkt ihr schon, dass in diesem Band eine Menge geschieht. Alina wird als junge Frau mit einer besonderen Fähigkeit konfrontiert, die sie und ihr Freund Mal zuvor vehement ablehnten. Nun ist sie nicht nur irgendeine Grisha, sondern eine besonders mächtige, die erst lernen muss, ihre Kräfte zu kontrollieren. So wird Alina gezwungen, sich mit sich selbst, ihren Wünschen, Werten und Vorstellungen auseinanderzusetzen – und sie muss lernen, auf sich selbst zu vertrauen.

Im Buch habe ich vor allem zu Alina und dem Dunklen eine Beziehung aufgebaut. Doch schnell wird man von den wahren Absichten des Dunklen unterrichtet. Eine merkwürdige Beziehung entsteht – mir ging es zumindest so, dass ich den Dunklen mögen gelernt habe (möglicherweise bin ich auch noch leicht beeinflusst von Ben Barnes‘ Darstellung von Kirigan in der Serie) und plötzlich stellt er sich als jemand ganz anderes heraus.

Doch vor allem zu Alina habe ich schnell eine Bindung aufbauen können. Was mir aber im Laufe des Buchs nicht so sehr gefallen hat, ist, wie sie über ihren Freund Mal denkt (der eine ganze Weile nicht bei ihr ist im Buch, sondern seine eigenen Wege gehen muss). Schnell wird deutlich, dass sie Gefühle für ihn hat. Deutlich wird aber auch, dass Mal sie viel zu lange als selbstverständlich angesehen hat. Sein Ausspruch „But I see you now“ (entschuldigt das englische Zitat, aber ich habe das Buch auf Englisch gelesen), hatte für mich so einen Beigeschmack von „Naja jetzt wo du was besonderes kannst, habe ich auch mal gesehen, dass du besonders bist“. Das gleiche Gefühl hatte ich auch schon in der Serie. An Alinas Stelle hätte ich wohl so ein „Na Danke auch“-Gefühl gehabt.

Aber wir wissen ja, wie es sein kann, wenn man verliebt ist – über vieles, was der andere sagt oder tut, kann man schnell einmal hinwegsehen.

Einmal keine westliche Welt

Was ich übrigens richtig cool an der ganzen Serie finde, ist, dass es einmal nicht dieses typische Worldbuilding gibt, das sich letztendlich an Europa oder Amerika orientiert. Stattdessen merkt man schnell, dass Namen der ProtagonistInnen und der Orte stark an das Russische angelehnt sind. Ich meine Ravka klingt ja schon stark nach „Russia“, nicht wahr?

Nach näherer Recherche liest man, dass sich Bardugo am zaristischen Russland des 18. Jahrhunderts orientiert hat. Schön ist außerdem, dass hier auch People of Color mitspielen. So ist Alina selbst immer wieder Anfeindungen aufgrund ihrer Hautfarbe ausgesetzt. Auch in der Serie spielen PoC mit, die der Serie so viel Spannung geben. Ich rede hier vor allem von Inej und Jesper, die jedoch im Buch noch nicht vorkommen (ich bin noch nicht soweit, aber wenn ich es richtig verstanden haben, gehören diese Figuren zu den „Six of Crows“-Bänden).

Momentan freue ich mich auf jeden Fall schon, bald weiterzulesen und natürlich auch die Serie weiterzuschauen ❤ Diese war für mich dieses Jahr auf jeden Fall ein Highlight!

Und nun ihr: Kennt ihr die Grisha-Trilogie und/oder habt ihr die Serie gesehen? Dann kommt sofort in die Kommentare und fangirlt ein bisschen mit mir 😉

Ein Kommentar zu „Buchrezension: Leigh Bardugo – Shadow and Bone

Gib deinen ab

  1. Finde osteuropäisch angehauchte Fantasy-Welten seit „The Witcher“ überaus reizvoll. Daher interessiert mich die Saga schon irgendwo, aber zur Serie kam ich auch noch nicht. Aber danke für den kleinen Einblick in die Bücher. Mal schauen, ob ich irgendwann dazu komme.

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