Leselaunen

Leselaunen #7: Back in the game

Hallo liebe Pusteblumen,

willkommen zu den Leselaunen! Ohje ohje, lange hat es gedauert, bis ich hier mal wieder etwas posten konnte. Der Grund: Ich habe so lange an Eragon gelesen und war zwischendurch noch mit einem Umzug beschäftigt, sodass es sich gar nicht recht gelohnt hätte, hier etwas zu posten. Ab heute geht es hoffentlich wieder regelmäßig hier weiter 😉

Die Leselaunen sind eine wöchentliche Aktion von Nicci vom wunderbaren Blog Trallafittibooks. Hier erfahrt ihr, wie meine Buchwoche so war. Viel Spaß beim Lesen! Wer mehr über die Aktion erfahren möchte, der sollte mal genau bei Nicci vorbeischauen!


Aktuelle Bücher und Lesestimmung

Wuhu – ihr habt es sicher mitbekommen, dass ich es geschafft habe, Eragon zu beenden 😀 Eine Rezension ist heute dazu online gegangen. Ein paar kleine Makel hatte das Buch für mich, aber ansonsten habe ich es, wie den ersten Teil auch, sehr geliebt!

Beendet habe ich außerdem mein Rezensionsexemplar von „Chilling Adventures of Sabrina„. Eine Rezension dazu kommt nächste Woche!

Ansonsten lese ich gerade ein bisschen viel durcheinander. Da sind immer noch die Kurzgeschichten von Oscar Wilde, die Geschichten von Edgar Allan Poe, denen ich mich jetzt in der Herbstzeit wieder mehr widme, und dann habe ich noch drei mehr oder weniger Sach- und Fachbücher, die ich sowieso nicht am Stück lesen kann, sondern immer nur häppchenweise genießen kann.

Eines davon ist ein Buch zu SEO. Das nächste ist ein Buch, das die Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben hat: „Von Game of Thrones bis House of Cards. Politische Perspektiven in Fernsehserien.“ Einige von euch haben vielleicht schon mal irgendwo mitbekommen, dass ich Film- und Medienwissenschaft studiert habe und es tut gerade so gut, mal wieder ein bisschen was Fachliches in der Richtung zu lesen! Die Beiträge sind zudem echt spannend und viele Serienfans werden da sicherlich bei dem einen oder anderen Beitrag fündig.

Ein drittes Buch ist momentan noch „Dem ruhigen Geist ist alles möglich. Mit Meister Eckhart lernen, im Hier und Jetzt zu sein.“ von Harald-Alexander Korp. Es handelt sich dabei um ein weiteres Rezensionsexemplar, das lange bei mir herumlag, aber immer noch einen Nerv bei mir trifft: Ruhe einkehren lassen, auf sich selbst hören, nicht so viel stressen lassen. Ich habe erst reingelesen, aber ein paar gute Inspirationen sind nun schon dabei! Ich bin zwar kein religiöser Mensch, aber die religiösen Ausflüge stören mich dabei gar nicht.

Wie ist das mit euch so? Habt ihr manchmal auch das Bedürfnis nach mehr Ruhe, nach Ausgleich oder Inspiration, wie man wieder besser seine eigene Stimme hört? Ich halte zwar nicht viel von ständiger Selbstoptimierung, aber in dieser Hinsicht haben viele Menschen ein wenig Ruhe und Gelassenheit durchaus nötig.

Und sonst so?

Ich freue mich, dass es mit dem Lesen wieder ein bisschen bergauf geht! Ich habe mir viel vorgenommen und freue mich auf neue Leseeindrücke.

Ansonsten steht nun natürlich die Frankfurter Buchmesse nächste Woche bevor! Am Samstag werde ich auf dem Gelände sein und sogar Leute von Instagram das erste Mal treffen! Es wird also richtig spannend. Seid ihr auch dabei? Ich würde mich freuen, ein paar Leute kennenzulernen 🙂

Und da wir daheim noch immer kein WLAN besitzen (eine lange Odyssee…), schaue ich abends oft mit meinem Freund zur Zeit Dr. House auf DVD. Es war die erste Serie, die ich angefangen habe, auf DVD zu sammeln und schon in der Schulzeit habe ich sie geliebt! Auch wenn die ersten Folgen mittlerweile echt etwas alt wirken, freue ich mich total, endlich mal wieder reinzuschauen. Der jüngere Hugh Laurie und erst die ganz junge Jennifer Morrison haben es mir total angetan! Jennifer Morrison ist in ihrer Rolle bei Once upon a time so anders und auch schauspielerisch hat sich da einiges bei ihr getan. Es ist toll zu sehen, wie sie sich weiterentwickelt hat (und wie gut sie damals trotzdem schon war!)

Ansonsten zocke ich auch ab und zu mit meinem Freund – momentan sind wir bei „Hellblade – Senuas Sacrifice„. Ich liebe ja das Mytholgische darin total! Dennoch ist es ein eher geradliniges Spiel, das wir wohl auch bald beenden werden. Danach geht’s weiter mit „The Witcher“ und „Skyrim“. Wir haben einiges vor 😀

Das soll es nun auch erst mal von mir gewesen sein. Was bewegt dich in dieser Woche? Erzähle es mir gerne in den Kommentaren!

Eine schöne Woche wünscht
Jacqui

Weitere Leselaunen

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Eragon Teil 1 und 2

Buchrezension: Eragon – Der Auftrag des Ältesten

Es kommt wieder die Zeit, in der ich es schaffe, wieder regelmäßig Rezensionen und andere Beiträge hier zu posten! Lange hat es gedauert, bis ich „Eragon – Der Auftrag des Ältesten“ zu Ende gelesen habe. Das lag zum einen an meinem Umzug, der stressig war und durch den ich eine lange Zeit kaum zum Lesen kam, und zum anderen auch ein bisschen an der Länge des Buches und des Inhaltes, der sich manchmal ein bisschen hingezogen hat. Doch Genaueres dazu gibt es in der Rezension.

Filmrezension: Leaving the Frame – Eine Weltreise ohne Drehbuch

Am 28.09. hatte ich das Glück, dass ich in Stuttgart den Film „Leaving the Frame“ sehen konnte – und das sogar mit einer Frage- und Antwort-Stunde mit den beiden Regisseuren Maria Ehrich und Manuel Vering! Ein Erlebnis, das ich natürlich in diesem Beitrag mit euch teilen muss. 
Schon als ich den Film sah, wusste ich, dass ich darüber eine Rezension schreiben muss, dass noch mehr Menschen über diesen Film erfahren müssen. Denn er hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt! 

Himmeldonnerglöckchen

Buchrezension: Jasmin Zipperling – Himmeldonnerglöckchen!

Himmeldonnerglöckchen! Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Nein, noch lange nicht! Dennoch hat uns die Autorin Jasmin Zipperling bereits jetzt mit ihrem zauberhaften Kinderbuch „Himmeldonnerglöckchen!“ beehrt und ich hatte das große Glück, als eine von mehreren Bloggerinnen das Buch vorab zu lesen. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle!

Ferdinand von Schirach - Der Fall Collini

Buchrezension: Ferdinand von Schirach – Der Fall Collini

Manchmal liest man diese Bücher, die einen aus der eigenen Komfort-Zone herausführen und einen dann ganz und gar sprachlos zurücklassen. „Der Fall Collini“ von Ferdinand von Schirach ist so ein Fall. Ohne, dass ich wusste, worum es genau geht, habe ich dieses Buch gelesen – und keine Seite diese Entscheidung bereut!

Ava Reed - Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.

Buchrezension: Ava Reed – Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.

Autorin: Ava Reed
Titel: Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
Erschienen: 2019 im Ueberreuter Verlag, Berlin.
Seiten: 319

Manchmal gibt es Themen, die im echten Leben schon schwer zu ertragen sind. Und für die Worte oftmals nicht ausreichen. Ava Reed hat sich des Themas Depression angenommen und es in Worte gekleidet in ihrem Roman „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.“, das 2019 im Ueberreuter-Verlag erschienen ist. Wie ihr das gelungen ist, erfährst du in dieser Rezension?

Worum geht’s?

Das letzte Schuljahr steht für die Freundinnen Leni und Emma bevor. Ein Schuljahr voller Aufgaben, voller Lernen, aber auch voller Träume und Zukunftsvisionen. Bis ein Moment die junge Leni vollkommen aus dem Gleichgewicht bringt.

Das bevorstehende Jahr macht ihr Angst. Es beginnt mit einem Gedankenkarrussell sowie Unwohlsein und breitet sich aus bis zu Übelkeit, Panik und Angstattacken. Sie schafft es morgens nicht mehr aus dem Bett, die Angst lähmt sie. Dann die schockierende Diagnose, die ihr Leben auf den Kopf stellt: Depression.

Erst langsam lernt Leni, mit dieser Krankheit zurechtzukommen und sie muss auch einige Rückschläge hinnehmen. Doch dann lernt sie Matti kennen, der ebenfalls krank ist, jedoch auf eine ganz andere Art. Leni und Matti verbindet viel – auch wenn das am Anfang noch nicht offensichtlich scheint…

Schwere Thematik jugendgerecht verpackt

Das ist bisher mein erstes Buch von Ava Reed. Ich habe ihre Buchcover ab und zu schon in den Instagram-Feeds anderer Nutzer gesehen und habe schon mitbekommen, dass die Autorin sich gerne auch den schwierigen Themen zuwendet und sie als Jugendbücher verpackt. Ich war gespannt auf „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.“, denn vermutlich haben einige von uns jemanden im Freundes-, Bekannten- oder Familienkreis, der an einer psychischen Erkrankung leidet, vielleicht sogar an Depression.

Ich hatte das Glück, das Buch bei einem Gewinnspiel zu ergattern und habe es in meinem Urlaub gelesen. Ich musste allerdings nebenbei ein anderes Buch lesen, denn manchmal haben mich Ava Reeds Worte, Lenis Reaktionen, ihre Gedanken, zu sehr mitgenommen, als dass ich länger am Stück hätte lesen können.

Das Buch ist, wie die Autorin im Vorwort erwähnt, kein „lautes“ Buch, keines, das heftige Wendungen oder Actionszenen beinhaltet. Und das mag ich an dem Buch: Es erzählt, wie Lenis Krankheit langsam und schleichend verläuft. Wie sich die Angst von hinten anschleicht, sich an ihr festklammert und sie nicht mehr loslässt. Wie sie sich still und heimlich verbreitet und manchmal sogar die Kontrolle über Lenis Leben übernimmt.

„Es ist wichtig zu erkennen, dass auch Trauer ein Lächeln tragen kann. Für euch, für andere. Gefühle zeigen sich bei jedem anders und wir sollten lernen hinzusehen, nicht weg.“ (S. 154).

Wir begleiten Leni vom ersten Schultag des neuen Schuljahres an. Wir lernen sie als etwas verpeiltes Mädchen kennen, mit langen, auffälligen Locken. So auffällig wie sie aussieht ist sie jedoch innerlich nicht: Sie ist zurückhaltend, während ihre Freundin Emma ein wahres Energiebündel ist. Emma ist es auch, die Leni zum Geburtstag ein Tagebuch schenkt, denn schon immer wollte sie ihre Gedanken in einem Buch festhalten. Sie tauft es auf den Namen ihrer besten Freundin: Emma Junior.

Ava Reed - Buchauszug

Ausgelöst wird Lenis Krankheit durch die ersten Schultage im letzten Schuljahr, welches ihr Angst bereitet. Eine Abwärtsspirale entwickelt sich mit der Zeit, bis Leni ihre Eltern um Hilfe bittet. Wir bekommen mit, wie schwierig es ist, die erschreckende Diagnose überhaupt zu stellen – bis Leni endlich eine Ärztin findet, die sie in eine Klinik einweist.

Dort lernt sie nach und nach den Umgang mit ihren Ängsten und ihren Panikattacken. Und dort lernt sie auch Matti kennen, der HSAN hat, eine sehr seltene Krankheit, bei der er keine Verletzung spüren kann und auch kein Hitze- und Kälteempfinden hat. Die beiden sind verschieden – und doch machen sie sich irgendwann zusammen auf einen Roadtrip, der zum einen befreien für beide ist und doch Gefahren birgt.

Schreibstil und Gestaltung

„In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden!“

Das Buch, das Ava Reed als ihr persönlichstes bezeichnet, ist sehr liebevoll gestaltet. Das Cover ist in einem wunderschönen Türkisgrün gehalten und die darauf abgebildeten Lichter und Glühwürmchen spielen auf eine Kindheitsszene zwischen Leni und Emma im Buch an. Obwohl das Cover sich schon in die aktuelle Tendenz einreiht, Farbverläufe und eine kalligraphisch auffällige Schrift zu nehmen, sticht es mit der persönlichen Note der Glühwürmchen doch hervor.

Neben dem Fließtext gibt es außerdem immer wieder Tagebucheinträge von Leni. Diese muten manchmal fast etwas zu kindlich an, aber sie sind trotz allem sehr schön gestaltet. Die Autorin hat alle Einträge selbst geschrieben, kalligraphiert und malerisch gestaltet, was dem Buch eine liebevolle persönliche Note gibt. Zudem geben die Einträge direkten Einblick in Lenis Innenleben. Auch längere Zeitabstände werden so sinnvoll überbrückt.

Ansonsten ist der Schreibstil einfach und klar gehalten. Manchmal liegt recht viel Pathos in den Worten, was aber für viele Jugendbücher heute gängig ist – siehe John Green und seine Romane. Das kann man mögen oder nicht, ich fand es zumindest recht gut zu lesen. Die Sprache ist an die Lebenswelt der Jugendlichen angepasst, was das Buch nicht nur thematisch, sondern auch förmlich perfekt für jugendliche Leser ab 15 oder 16 Jahren macht.

Ava Reed - Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.

Meine Meinung

Ich denke, dass „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.“ ein gutes Buch für Jugendliche ist, egal ob sie selbst Ängste und Depressionen haben oder nicht. Betroffenen gibt das Buch Mut, denn die Geschichte nimmt kein böses Ende. Ava Reed legt Wert auf hoffnungsvolle Geschichten! Dennoch sollten Betroffene sich natürlich immer zwei Mal überlegen, ob sie von einem Buch, auch wenn es hoffnungsvoll endet, getriggert werden möchten. Ich kann mir vorstellen, dass es dem einen oder anderen Probleme bereiten könnte, die schweren Szenen zu lesen.

Ich persönlich habe auf jeden Fall mit Leni mitgefühlt und das aus zwei Gründen. Der erste ist, dass ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ebenfalls Menschen kenne, die mit Depressionen zu kämpfen haben. Besonders schön finde ich, dass in dem Buch nicht nur das Augenmerk auf die von der Krankheit Betroffenen lenkt, sondern auch auf diejenigen, die mit den Erkrankten kämpfen. Es ist nicht leicht, wenn ein lieber Mensch mit traurigen und beängstigenden Gedanken kämpft, weder für Eltern, noch für Geschwister, Partner oder Freunde. Danke deshalb an Ava Reed und das Buch, dass auch diese Stimmen ein Sprachrohr im Buch finden!

Außerdem habe ich mich angesprochen gefühlt und mitgelitten, weil ich körperlich schon oft ähnlich reagiert habe wie Leni zu Beginn des Buchs. Vor allem in meiner Schulzeit hatte ich mit extrem häufiger Übelkeit und viel Nervosität zu kämpfen. Es gab mehrere Auslöser dafür, aber der Punkt ist, dass weder ich noch mein Arzt erkannt hat, was außer den Magenschmerzen eigentlich los ist. Auch später hatte ich immer mal wieder diese Probleme und heute weiß ich auch, dass das Problem kein rein körperliches war. Ich habe zum Glück die Kurve immer wieder bekommen, aber wenn mir heutzutage etwas ähnliches passieren würde, wüsste ich es besser.

Abschließend möchte ich neben den vielen positiven Kommentaren jedoch noch eine kleine Kritik zum Buch loswerden: Die Liebesgeschichte zwischen Matti und Leni hätte es für mich nicht gebraucht. Ein bisschen war das alles schon absehbar, dass sich zwischen den beiden etwas entwickelt. Ihre gemeinsame Geschichte hat mich dann schließlich beim Lesen nicht mehr so überrascht, weswegen ich auf diesen Erzählstrang auch hätte verzichten können. Ich bin mir aber sicher, dass es da draußen einige Leni und Matti-Fans gibt 😉

Und nun bist du dran: Kennst du das Buch? Hast du auch schon andere Bücher der Autorin gelesen und welche kannst du empfehlen?

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Jacqui

Meine Bewertung im Detail

Handlung ♥♥♥♥♡

Charaktere ♥♥♥♥♡

Sprache ♥♥♥♥♡

Emotionen ♥♥♥♥♥

Gesamt 4,25/5