
Autorin: Rebecca Humpert
OT: A Tale of Foxes and Moons
Erschienen: 2025 in Hamburg: Moon Notes im Verlag Friedrich Oetinger GmbH
Seiten: 430
Ah, ich liebe es, wenn Bücher es schaffen, mich mit komplett neuen Welten und Themen abzuholen und zu überraschen! Als ich Anfang des Jahres die Werbung für die anstehende Veröffentlichung von „A Tale of Foxes and Moons“ sah, wusste ich, dass ich das Buch lesen musste. Und es hat sich gelohnt!
Worum geht’s?
Die Medizinstudentin Aiko führt ein nicht immer einfaches Leben, denn sie ist die Reinkarnation der Fuchsgöttin Inari. Solange sie einen Kodama, also einen Naturgeist, an ihrer Seite hat, wird sie wiedergeboren. Als ihr Kodama jedoch getötet wird, muss sie nach einem neuen Begleiter suchen und bekommt dabei Unterstützung von Ojichan, der immer im Schrein zu finden ist und der anscheinend alles weiß.
Chiaki ist Aikos Rivale an der Universität und er hat ebenfalls ein Geheimnis: Auch er ist die Reinkarnation eines Gottes – des Mondgottes Tsukuyomi und auch er hat seinen Kodama verloren. Da es angeblich nur noch einen Kodama geben soll, wird die Suche nach ebendiesem zu einem Wettlauf der beiden gegeneinander, aber auch miteinander, denn viele der zu lösenden Aufgaben müssen Aiko und Chiaki gemeinsam angehen.
Die beiden müssen also miteinander arbeiten, damit einer von beiden überleben kann. Ihre Schicksale sind unweigerlich miteinander verbunden – kann das gut gehen?
Unerwartete Horrorelemente
Richtig cool fand ich, dass immer wieder Elemente aus der japanischen Mythologie in das Buch eingeflossen sind. So zum Beispiel gruselige Yokais, die auf der Toilette warten, die Legende der Teketeke oder auch der Rote Raum. Es wurde zwischendurch richtig horrormäßig.
Damit hätte ich wahrlich nicht gerechnet, aber es hat dem Buch einen mega guten Twist gegeben und sich so nicht nur auf die sich entwickelnde Romance konzentriert. So war auch immer wieder unglaublich viel Spannung drin und das hat aus meiner Sicht aus dem Roman einen richtigen Pageturner gemacht.
Charakterentwicklungen on point
Drei wichtige Charaktere sind im Buch Aiko, Chiaki, aber auch Ojichan, der die beiden Student:innen immer wieder auf Missionen schickt, damit sie sich ihren Kodama verdienen. Ojichan ist am Anfang wie der liebe, alte Opi, ein Mentor, der den beiden an der Seite steht. Doch schnell überkam mich das Gefühl, dass da noch mehr dahintersteckt. Alleine, dass der letzte verbleibende Kodama in Amerika sein soll, kam mir Spanisch vor. Hier hat sich gezeigt, dass manchmal mehr hinter den Menschen steckt, als man denkt, und dass es sich immer lohnt, zwischen den Zeilen zu lesen.
Aiko und Chiaki entwickeln sich im Laufe des Buches ebenfalls sehr weiter. Aiko wird immer selbstbewusster und legt nach und nach ihre Leichtgläubigkeit ab. Chiaki hingegen ist anfangs ein ziemlicher Idiot. Natürlich ist er ein gutaussehender Idiot, weswegen doch immer wieder Frauen auf ihn hineinfallen, das gehört ja irgendwie mittlerweile dazu bei solchen Romanen. 😀 Doch auch er entwickelt sich im Charakter weiter und lässt eine andere, zartere Seite zu.
Wilder Ritt zur Empfehlung
Das Buch war insgesamt ein wilder Ritt durch das Horror- und Romance-Genre. Ich habe die Mischung geliebt und am Ende hat mich das Buch auch ein bisschen emotional zerstört. Die Geschichte ist wundervoll geschrieben und bietet thematisch einfach ein bisschen was anderes als das, was ich sonst bisher gelesen habe. Ich kann es auf jeden Fall allen empfehlen, die sich für Japan generell und die japanische Mythologie im Speziellen interessieren.
Und nun ihr: Habt ihr dieses Buch oder ähnliche Bücher schon mal gelesen? Über Empfehlungen in der Richtung Japan / Mythologie würde ich mich freuen 🙂
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