Filmrezension: „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ – Ein Spaß für die ganze Familie

OT: How to Train Your Dragon 3: The Secret World; USA 2019; Regie: Dean DeBlois; FSK: ab 6

Wochenende ist Kinozeit! Und ein Fortsetzungsfilm lockt wieder Groß und Klein in die Kinos: Der dritte Teil der Animationsfilm-Reihe „Drachenzähmen leicht gemacht: Die geheime Welt“. Letzten Sonntag hatte ich die Möglichkeit, bei einer Preview in einem Saal voller Kinder und Eltern den Film zu sehen und kann euch nun über den wohl vorerst letzten Teil der Reihe berichten. Seit einigen Wochen habe ich mich auf die Veröffentlichung gefreut und eins kann ich vorab sagen: Das Kinoabenteuer lohnt sich!

Darum geht’s

Der Wikinger Hicks hat es als Häuptling der Insel Berk geschafft, dass Drachen und Menschen in Frieden miteinander leben können. Der Frieden bleibt aber nicht lange ungestört: Der fiese Drachenjäger Grimmel hat es auf Berk und seine Drachen abgesehen. Auch Hicks Drachen Ohnezahn macht es ihm nicht einfach, denn er ist einer Drachendame begegnet, die so aussieht wie er, nur, dass sie weiß statt schwarz ist. Sie muss also ein Tagschatten sein. Ohnezahn ist sofort schwer verliebt und versucht sich der eigensinnigen Dame anzunähern.

Da sich Hicks, die Bewohner von Berk und die Drachen nun von Grimmel bedroht fühlen, machen sie sich auf die Suche nach einem alten Mythos: Der geheimen Welt, die es den Inselbewohnern ermöglichen soll, unbehelligt und in Ruhe zu leben. Dass das nicht so einfach ist, könnt ihr euch vorstellen! Noch dazu müssen Hicks und Ohnezahn langsam lernen, sich selbst zu vertrauen und langsam loszulassen…

Die Thematik: Kindertauglich?

Wir kennen das: Nicht jeder Kinderfilm, der als solcher verkauft wird, ist auch besonders wertvoll. Teil drei der „Drachenzähmen“-Saga würde von mir aber einen „besonders wertvoll“-Stempel bekommen. Abgesehen davon, dass die Kerngeschichte um den Bösewicht Grimmel ähnlich anmutet wie der zweite Teil, gibt es aber doch einiges, das neu und erwähnenswert ist.

Es gibt zwei Thematiken im Film, die ich ganz wichtig finde, sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene: Selbstvertrauen und Abschied. Im Laufe des Films merken wir nämlich, wie Ohnezahn langsam versucht, seine eigenen Wege zu gehen. Er sieht, dass es da draußen noch so viel mehr gibt und dass er langsam auch ohne seinen Freund Hicks klar kommt. Hicks muss nun auch lernen, sich selbst zu vertrauen: Wir erinnern uns, dass er im ersten Teil ein Außenseiter war, weil er keine Drachen töten konnte. Dadurch, dass er seinem Vater und den Inselbewohnern zeigen konnte, dass Drachen nicht bekämpft werden müssen, sondern dass Menschen und Drachen in Frieden zusammenleben können, hat sich Hicks hohes Ansehen unter den Wikingern erkämpft. Auch seine große Liebe Astrid hat er durch seine Taten gefunden.

Nun wird langsam deutlich, dass Hicks sich ohne seinen Freund Ohnezahn fast ein bisschen aufgeschmissen fühlt, alleine mit der großen Welt. Seine Freundin Astrid zeigt ihm jedoch, dass er so viel mehr als nur ein Drachenbesitzer ist.

Damit einher geht aber auch, dass ein großer Abschied bevorsteht, denn die „geheime Welt“ ist ein Paradies – jedoch nur für Drachen. Hicks bleibt nichts anderes übrig, als Ohnezahn mit seiner Tagschattendame ziehen zu lassen. Das ist natürlich eine unglaublich anrührende und traurige Erfahrung, aber auch eine tolle Botschaft für Kinder: Abschied zu nehmen ist nicht immer einfach, aber es ist manchmal nötig, um weiter wachsen zu können!

Optische Umsetzung

Bezogen auf die Optik war „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ ein absolutes Spektakel für mich. Er war definitiv darauf bezogen einer der besten Teile. Dunkel und Hell wechseln sich ab, nicht nur was die „Beleuchtung“ betrifft, sondern auch die Darstellung der Drachen: Während natürlich wieder einige niedliche und witzige Drachen zu sehen sind, gibt es auch einige, die deutlich gruseliger sind.

Und dann ist da noch diese farbliche Vielfalt: Die „geheime Welt“ ist eine wahre Farbexplosion! Die Drachen leuchten dort geradezu und leben miteinander. Auf dem Meer sehen wir hingegen atemberaubende Wasserschluchten und Wasserfälle, wunderschöne Sternenhimmel und so schöne Nordlichter, als würde man sie tatsächlich sehen.

Action

Im Film gibt es einige gewohnt witzige Szenen, wie zum Beispiel Ohnezahn, der den Tagschatten umgarnt und sich bei seinen Flirtversuchen von Hicks helfen lassen muss. Da wird doch deutlich, wie sehr sich Dean DeBlois für die Darstellung der Drachen ein Beispiel am Verhalten seiner Katzen genommen hat, wie er es einmal in einem Interview erwähnte. Aber auch Action kommt nicht zu kurz: So manche kleine Kampfszene gibt es auch mit den gruselig aussehenden Drachen, doch das wird für Kinder nicht allzu fordernd und gruselig. Wie immer gilt da, dass die Eltern abschätzen können sollten, was sie ihren Kindern zumuten können und wollen.

Insgesamt ist es also eine gute Balance zwischen humorvollen, anrührenden und actionreichen Szenen.

Meine Meinung

Auch wenn die Geschichte um den Drachenjäger nicht neu ist, so ist es doch die Auseinandersetzung mit der Thematik der Persönlichkeit und des Abschieds. Für mich war es ein gelungener Abschied von Hicks, Ohnezahn und all den anderen Drachen und Wikingern. So manche Träne floss während des Films bei mir (und auch bei dem Papa neben mir 😉 ) und die Kinder haben den Film fantastisch aufgenommen. So war es einfach nur schön, wenn alle Kinder an den lustigen Stellen gelacht haben oder bei der Farbenpracht „Woooow“ gerufen haben.

Von mir gibt es also eine absolute Kinoempfehlung für „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“.

Viel Spaß beim Schauen wünscht
Jacqui

Meine Bewertung im Detail

Handlung ♥♥♥♥♡

Charaktere ♥♥♥♥♥

Emotionen ♥♥♥♥♥

Umsetzung/Optik ♥♥♥♥♥

Gesamt 4,75/5

 

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