Buchrezension: Dennis Lehane – Shutter Island

Dennis Lehane - Shutter Island

Autor: Dennis Lehane
OT: Shutter Island
Erschienen: 2003
Ausgabe: Sonderausgabe 2009, Berlin: Ullstein Buchverlage
Seiten: 363

Durchschnittliche Lesezeit: 2min 49s

Wer einen Thriller sucht, der einen von den Socken haut und so richtig mit dem Leser spielt, der liegt mit „Shutter Island“ von Dennis Lehane genau richtig! Das Buch bildete die Vorlage zum gleichnamigen Kinofilm, in dem Leonardo DiCaprio und Mark Ruffalo die Hauptrolle spielen. In meiner neuen Buchrezension erfahrt ihr, worum es geht und wie das Buch geschrieben ist.

Wer mich kennt, weiß, dass Thriller eigentlich nicht gerade mein Fachgebiet sind. Wer sich auf meinem Blog umschaut, der merkt, dass bei mir eine Menge Genre vertreten sind; Krimis und Thriller gehören aber eher nicht dazu. Meist kann ich mich nur selten mit den Hauptcharakteren identifizieren und die Geschichte macht mich nicht besonders neugierig. Bei „Shutter Island“ war das anders und warum das so war, erfahrt ihr hier.

Worum geht’s?

Der US-Marshal Teddy Daniels untersucht im Jahr 1954 mit seinem Kollegen Chuck Aule das Verschwinden der Patientin Rachel Solando auf Shutter Island. Die Insel ist allein für psychisch gestörte Schwerverbrecher da, sie leben dort in verschiedenen Trakten.

Teddy selbst ist geplagt von Albträumen, da seine Frau durch ein Feuer gestorben ist. Er glaubt, dass derjenige, der das Feuer gelegt haben soll, ein Mann namens Andrew Laeddis, ebenfalls auf der Insel ist und möchte auch deswegen den Fall der Patientin übernehmen.

Daniels glaubt, dem Ereignis nach und nach auf die Spur zu kommen und deckt Praktiken auf, die er für unmenschlich hält. Doch gerade als er und sein Kollege Chuck der Lösung so nah sind, bricht ein verheerender Hurrikan los und schneidet die Männer vom Festland ab. Auch die Telefonleitungen sind gestört. So bleibt den Kollegen nichts anderes übrig als auf Shutter Island zu bleiben und dem Verbrechen auf die Spur zu kommen.

Doch ist alles wirklich so, wie es scheint? Wem können wir am Ende Glauben schenken und wer hat hier wirklich ein Verbrechen begangen?

Spiel mit dem Kopf

Shutter Island“ ist ein Buch, das zunächst ganz geradlinig erzählt erscheint: Teddy Daniels und sein Kollege Chuck kommen auf die Insel, sie lassen sich die Ereignisse um Rachel Solando erzählen und beginnen schließlich ihre eigenen Ermittlungen. Als die vermeintlich Verschwundene jedoch plötzlich wieder auftaucht und man glauben könnte, dass das Rätsel gelöst sei und sich nun alle wieder auf den Heimweg begeben können, geht es erst so richtig los. Teddy und Chuck sitzen fest und Teddy glaubt, den Geschehnissen der psychotherapeutischen Einrichtung auf die Schliche zu kommen.

Er denkt, dass dort schlimme Praktiken vollzogen werden, die geheim bleiben sollen. Gehirnwäsche, Psychopharmaka und neurochirurgische Experimente sollen dazu zählen. Er ist überzeugt, dass auch gesunde Menschen einfach festgehalten werden, wenn sie sich gegen die Leitung der Einrichtung erheben. Dann steht Teddy auch noch dem angeblichen Mörder seiner Frau gegenüber und so langsam bekommen wir eine Ahnung davon, dass die ganze Sache verworrener ist, als wir zunächst geglaubt haben.

Das Buch entwickelt sich rasant und als Leser muss man irgendwann einsehen, dass es nicht nur eine Perspektive gibt. Die ganze Situation dreht sich ab einem bestimmten Punkt und man bleibt mit einem „Wow-Gefühl“ zurück.

Das zeigt, dass der Autor Dennis Lehane hier eine unglaublich gute Arbeit macht. Sein Schreibstil ist manchmal poetisch, wenn Rückblicke geschehen, aber auch immer wieder geradlinig und auf den Punkt, wenn wir Teddy in der Gegenwart verfolgen. Mit dieser Mischung zieht er den Leser immer tiefer in das Buch und die Geschichte hinein; man kann es kaum aus der Hand legen, weil man einfach nichts verpassen möchte.

Empfehlung für Buch und Film

Ich bin zwar kein Verfechter davon, dass der Film genauso sein muss wie das Buch, doch es ist wirklich erstaunlich, wie sehr der Film sich an die Vorlage hält. Den Film sah ich als erstes, danach las ich erst das Buch. Und umso erstaunter war ich, wie sehr die Bilder aus dem Film in meinem Kopf wieder entstehen konnten, als ich das Buch las.

Sowohl Buch als auch Film sind beide unglaublich fesselnd und genial gemacht. Leonardo DiCaprio haucht seiner Figur Teddy so viel Leben ein, macht ihn für uns greifbar. Daher kann ich beides absolut empfehlen.

Hast du das Buch gelesen oder den Film gesehen? Hat die Geschichte auch so sehr mit deinem Kopf gespielt? Erzähle es mir gerne in den Kommentaren!

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Jacqui

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