
Autorin: Liza Grimm
OT: Eislotus. Wasser findet seinen Weg
Erschienen: 2025 in München: Droemer Knaur GmbH
Seiten: 396
Und wieder einmal hat Liza Grimm gezaubert – ihr neuer Roman „Eislotus“ ist gerade erst erschienen und schon stellt er die Fantasyszene auf den Kopf! Auch ich habe die letzten Tage „Eislotus – Wasser findet seinen Weg“ durchgesuchtet und freue mich jetzt schon tierisch auf Band 2, auf den ich aber leider bis zum Herbst noch warten muss.
Worum geht’s?
Nara ist eine Elementgesandte aus der Stadt Kori. Doch ihre Stadt liegt im Sterben – nur, wenn sie als Auserwählte an die Akademie nach Lort gehen und dort in einem harten Auswahlprozess gegen andere Elementgesandte aus dem ganzen Land kämpfen würde, könnte sie die Ehre gewinnen, dass die Buchbinder in ihre Heimatstadt kommen und diese heilen würden.
Dafür muss Nara als Mondgesandte harte Prüfungen an der Akademie bestehen. Sie kommt dort mit einem reinen Gewissen und ihrem Ziel vor Augen an, doch es stellt sich heraus, dass nicht alle Konkurrent:innen an der Akademie mit fairen Mitteln kämpfen – was überraschenderweise nicht immer negative Konsequenzen zur Folge hat.
Als dann auch noch Naras Seelenbuch gestohlen wird – ein mächtiges Buch, welches jeder Elementgesandte besitzt und an welches deren Seele gebunden wird – merkt sie, dass sie starke Verbündete braucht und dass sie nicht einfach jedem Menschen blind vertrauen kann.
Die Magie der Bücher trifft Avatar
Wieder einmal zieht Liza Grimm uns in eine magische Welt hinein, die dieses Mal voller Magie ist – und sogar Bücher spielen eine ganz wichtige Rolle, was für alle Bücherwürmer sicherlich wundervoll zu lesen ist.
Ab und zu wird man auch an ein anderes Universum erinnert – an das von „Avatar – Der Herr der Elemente“. Natürlich wird man ganz besonders dadurch daran erinnert, da verschiedene Charaktere im Buch verschiedene Elementmagie besitzen. So beherrscht Nara das Wasser, während Katso Feuer beherrscht. Wieder andere können mit Erdmagie umgehen und andere mit Luft. Im Laufe des Buches müssen Nara und ihre Mitstreiter:innen immer wieder Prüfungen vor den Anwohnern Lorts bestehen – eine Prüfung, bei der man das Endergebnis meist kaum vorhersehen kann. Wer gehen muss, verspielt die Chance darauf, an der endgültigen Auswahl teilzunehmen und die Buchbinder in seine Heimat zu holen.
Manch einem:r Elementgesandte:n ist diese Aufgabe so wichtig, dass er:sie mit allen Mitteln darum kämpft, weiterzukommen und Gegner:innen auszuschalten. Schon früh lernen wir im Buch, dass man eigentlich niemandem trauen kann… und dabei wollte ich Nara so einige Male an den Schultern packen und schütteln, weil ich sie nicht vorsichtig genug fand.
Zwei Perspektiven und eine spannende Storyline
Die Story wird aus zwei Perspektiven erzählt – einmal aus der Sicht Naras und einmal aus der Sicht Katsos, wobei Nara als Protagonistin die meiste Zeit im Vordergrund stand. Durch diese Erzählweise und die unerklärliche Anziehungskraft ((noch?) nicht auf romantischer Ebene) zwischen den beiden lässt vermuten, dass sie enger miteinander verbunden sind, als sie und wir als Lesende es bisher wissen.
Alles in allem hat die Autorin mit ihrem neuen Roman wieder einmal alle Erwartungen übertroffen. Die Welt ist ausgeklügelt, die Charaktere sind spannend, Vertrauen wird aufgebaut und genauso schnell wieder zerstört, sodass man nicht weiß, woran man ist. Am Ende wartet ein absoluter Cliffhanger, der bei mir und allen anderen bereits Vorfreude auf den zweiten Band der Dilogie weckt – denn im Herbst erscheint mit „Feuerlilie – Asche spendet Leben“ schon der zweite Teil der neuen Dilogie von Liza Grimm. Und nach Abschluss des ersten Bandes freue ich mich natürlich extrem darauf 🙂
Ach ja, und dass das Cover sowie der Farbschnitt der ersten Auflage einfach wunderschön sind, muss ich nicht betonen, oder? Buchtitel und Gestaltung gehen hier einfach Hand in Hand und passen perfekt zueinander.
Habt ihr schon „Eislotus“ gelesen und wie hat euch das Buch gefallen?
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