Buchrezension: C. S. Lewis – Die Chroniken von Narnia 2 – Der König von Narnia

Der König von Narnia

Autor: Clive Staples Lewis
Titel: Der König von Narnia (Die Chroniken von Narnia 2)
OT: The Lion, the Witch and the Wardrobe
Erschienen: 2005 in Wien: Verlag Carl Ueberreuter
OT erschienen: 1950

Letzte Woche habe ich euch mit auf die Reise nach Narnia genommen. In Band 1, „Das Wunder von Narnia“, konnten wir verfolgen, wie Narnia gegründet wurde und wie nach und nach alles Leben dort entstanden ist.

Jetzt geht es weiter mit der Geschichte, die wir auch aus den Filmen kennen: „Der König von Narnia“.

Dieses Buch der Chroniken von Narnia erschien übrigens als allererstes. Der Autor hat das in der Zeitgeschichte chronologisch zuerst kommende „Das Wunder von Narnia“ erst fünf Jahre später geschrieben!

Worum geht’s?

Viele Jahre sind seit dem „Wunder von Narnia“ vergangen und die vier Geschwister-Kinder Susan, Peter, Edmund und Lucy werden aufgrund der Bombenangriffe im II. Weltkrieg auf London aufs Land zu einem alten Professor geschickt. Dieser wohnt in einem weitläufigen alten Haus, in dem die Geschwister gerne Verstecken spielen. Das jüngste Mädchen, Lucy, entdeckt bei einem dieser Spiele einen Raum mit einem prächtigen Kleiderschrank. Dort versteckt sie sich vor den anderen.

Doch was Lucy dann passiert, damit hätte sie nie gerechnet: Durch den Schrank gelangt sie in eine komplett andere Welt: nach Narnia! Sie trifft auf den netten Faun Herr Tumnus, der sie jedoch an die böse weiße Hexe Jadis ausliefern muss, obwohl er das doch eigentlich nicht möchte. Als er Lucy jedoch schnell nach Hause schickt, will das Mädchen den Geschwistern von der anderen Welt erzählen. In ihrer eigentlichen Welt scheint aber keine Zeit seit ihrem Verschwinden vergangen zu sein und so glauben die Kinder, dass das Mädchen nur eine Geschichte erfindet. Schließlich gelangt auch Edmund nach Narnia, wo er der weißen Hexe begegnet und dieser verspricht, seine vier Geschwister ebenso nach Narnia zu bringen.

Schließlich landen alle vier Kinder in Narnia. Dort werden sie von einem sprechenden Biber-Paar mit nach Hause genommen und geschützt. Zusammen wollen sie Widerstand gegen die Hexe leisten. In der Zwischenzeit verschwindet Edmund; die Kinder erkennen seinen Verrat, wollen jedoch alles tun, um ihren Bruder zurückzubekommen. Dabei helfen soll Aslan, der uns schon aus dem ersten Band bekannt ist. Die Biber und die Kinder treffen Aslan am steinernen Tisch, wo der Löwe mit der Hexe, die ebenso ihr Heer versammelt hat, einen Tausch vereinbart. Statt dass die Hexe Edmund tötet, will sich Aslan der Hexe stellen und sich freiwillig töten lassen…

Ein Kampf von Gut gegen Böse erwartet uns am Ende dieses Buches, ein Kampf, der eine Menge Energie fordert.

Christentum verpackt in ein Kinderbuch

Der König von Narnia“, ebenso wie die anderen Bücher der Chroniken von Narnia, ist ein Kinderbuch. Das wird besonders an dem einfachen Schreibstil deutlich, der es ermöglicht, das Buch hintereinanderweg zu lesen und es leicht zu verstehen. Somit ist es auch für kleinere Kinder bestens geeignet.

Der Bezug zum Christentum wird wieder einmal mehr als deutlich: Unter den vier Geschwistern gibt es einen Verräter. Edmund will seine Schwestern und seinen Bruder an das Böse ausliefern, doch zum Glück gibt es immer noch Aslan: Während er im ersten Band als „der Vater“, also ein Teil der heiligen Dreifaltigkeit, zutage tritt, nimmt er in „Der König von Narnia“ die Rolle des „Jesus“ ein, denn er will sich für die Menschen, konkret für Edmund, opfern. Dies tut er freiwillig. Da sein Tod freiwillig ist, passiert etwas ganz Wunderbares, das auch Jesus geschehen ist. Für diejenigen, die weder Buch noch Film kennen, lasse ich das an dieser Stelle mal offen 🙂

Für mich bedeutete der dazugehörige Film, der 2005 erschien, den Einstieg in die Welt von Narnia. Damals war ich süße 15 Jahre alt und habe Fantasy von Harry Potter bis Herr der Ringe geliebt – Narnia kam mir da gerade ganz recht. Vor allem mit Lucy habe ich damals sehr mitgefühlt. Dass ihr am Anfang nicht geglaubt wurde, tat mir richtig leid für sie und später fand ich es so schön, welch innige Beziehung sie zu Aslan aufgebaut hat.

Eine weitere Figur, die ich neben Aslan und den Bibern sehr mochte, war Herr Tumnus, obwohl er eigentlich gar keine so große in Buch und Film spielt. Der Ärmste muss der weißen Hexe melden, wenn Menschenkinder die narnianische Welt betreten, doch er versucht sich Jadis zu widersetzen. Das muss er jedoch büßen, indem er in eine Steinfigur von ihr verwandelt wird. Irgendwie mochte ich den jungen Faun von Anfang an – auch da hat mir wieder sehr gefallen, wie schnell Lucy Freundschaft mit fremden Geschöpfen schließt.

Wenn ihr nur die Filme kennt und diese mögt, aber noch nicht die Bücher gelesen habt, dann holt das gerne nach! Es macht großen Spaß, in diese Welt abzutauchen (die im Film zudem sehr authentisch zum Buch umgesetzt wurde) und mit Lucy, Edmund, Peter und Susan zu reisen und zu kämpfen.

Nun bist du dran: Was beeindruckt dich (in Film oder Buch) „Der König von Narnia“ am meisten? Die fremde Welt, die Geschöpfe, die Kinder oder etwas ganz anderes?

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