Buchrezension: Jana Schikorra – Die kleine Bücherei der Herzen

E-Book von Jana Schikorra "Die kleine Bücherei der Herzen" mit Blumendeko
Jana Schikorra – Die kleine Bücherei der Herzen

Autorin: Jana Schikorra
OT: Die kleine Bücherei der Herzen
Erschienen: 2022 in Köln: Bastei Lübbe
Seiten: 393

Welches Buchgenre gefällt euch eigentlich am besten? Falls Liebesromane dazugehören, dann ist „Die kleine Bücherei der Herzen“ der Autorin Jana Schikorra definitiv etwas für euch. Lasst euch nach Irland in eine bezaubernde Bibliothek entführen und lernt die Einwohner einer kleinen Stadt am Meer kennen…

Danke an Jana Schikorra und an den Verlag, dass ich das Buch bereits vorab lesen durfte!

Worum geht’s?

Katherine Madigan, die in München lebt, erhält einen folgenschweren Brief: Sie hat ein Haus im irischen Howth geerbt. Um sich ihr Erbe genau anzusehen, tritt Katherine die Reise nach Irland an. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt: Mit dem Haus bekommt Katherine außerdem die bis zum Tod ihrer Tante Fiona beliebte Rainbow Hearts Library gleich mit überschrieben. Schnell lernt Katherine die liebevollen und einzigartigen Bewohner und Bewohnerinnen Howths kennen und bemerkt außerdem: Die Menschen wünschen sich nichts sehnlicher, als dass die Bibliothek wiedereröffnet wurde.

Die Rainbow Hearts Library verfolgt nämlich ein ganz besonders Konzept: Menschen können Briefe an Menschen schreiben und diese zwischen den Seiten eines Buchs verstecken, sodass jemand – bekanntes oder auch unbekanntes – diesen Brief finden und lesen kann. Das Konzept, bei dem sich jeder alles von der Seele schreiben kann, ist beliebt bei den Einwohnern und Einwohnerinnen.

Wenn das noch nicht genügt, so findet Kate bald einen zweiten Grund, um es sich zu überlegen, ob sie in Irland bleiben soll: Der charmante Fotograf Cadan Flanagan öffnet sich Kate gegenüber und bahnt sich langsam einen Weg in ihr Herz…

Ergreifende Briefe und ein besonderes Konzept

Schnell hat mich die Geschichte rund um Katherine und ihr neues Leben in Howth gefangen genommen. Da sind zum einen die Bewohner und Bewohnerinnen, die ich ganz schnell in mein Herz geschlossen habe, wie den älteren Herren Doran Donnelly, in dem Kate einen so liebevollen und einzigartigen Freund findet:

„Der Mann stützte sich auf einen Gehstock mit goldenem Knauf. Seine gesamte Erscheinung wirkte, als entstammte er einer längst vergangenen Zeit.“

Doran wirkt einerseits so unglaublich lebendig, voller Witz und Liebe, andererseits aber irgendwie auch so zerbrechlich, dass man ganz gerührt von seiner Art ist. Mit ihm startete auch gleichzeitig das Konzept, dass Kates Tante Fiona die Besucher und Besucherinnen Briefe schreiben ließ, die sie in den Büchern verstecken konnten. Doran hinterließ nämlich seiner verstorbenen Frau Briefe zwischen den Deckeln ihrer Lieblingsbücher und Fiona griff diese Idee fortan auf.

Auch die liebe Ivy, welche zwei verschiedenfarbige Augen hat, ist eine besondere Frau. Vielleicht ist sogar sie es, die Kate den Anstoß dazu gibt, dass sie in Irland bleiben und ihrem Herzen folgen sollte:

„Oh, das ist einfach. Das Risiko. Immer das Risiko. Seelen muss man herausfordern, sonst werden sie alt und träge. Ich weiß, wovon ich spreche.“

Ihr merkt schon, das Konzept des Briefeschreibens hat mich stark beeindruckt im Buch!

Die Liebe auf leisen Sohlen

Doch auch die Liebe spielt hier eine große Rolle. Das habe ich ja in meiner Einleitung bereits versprochen. Und so taucht schon zu Beginn des Buchs der hübsche Cadan auf, ein charmanter Fotograf, der Kate auf einem Spaziergang zufällig im wahrsten Sinne des Wortes vor die Linse hüpft.

Schon bald lernen sich Kate und Cadan kennen und es ist unverkennbar, dass die beiden sich zueinander hingezogen fühlen. Doch Cadan trägt ein Geheimnis mit sich, das ihm schwer zu schaffen macht. Doch Kate und auch die Bibliothek tragen dazu bei, dass er sich ihr schnell öffnen und anvertrauen kann, was offenbar bei wenigen Menschen der Fall ist.

Die beiden zusammen fand ich unglaublich sympathisch – ich bin gespannt, wie es mit den beiden weitergeht und freue mich schon auf die Fortsetzung ihrer jungen Liebe.

Cadan: „Es fühlt sich wunderbar an zu wissen, dass meine Seele bei dir sicher ist.“

Große Empfehlung

Zu guter Letzt kann ich nur eine absolute Empfehlung aussprechen. Jana Schikorra hat in „Die kleine Bücherei der Herzen“ nicht nur eine schöne, liebevolle und spannende Geschichte zu Papier gebracht, sondern hat auch einen so angenehmen Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Die Autorin findet die richtigen Worte, die oftmals eine gewisse Ruhe ausstrahlen. Sie findet passende, bildhafte, gefühlvolle und nicht zu übertriebene Metaphern, mit denen sie die Geschichte greifbar macht. Dadurch habe ich mich den Protagonisten so nah gefühlt und die Story so richtig genossen. Das Schöne ist, dass es sich hier um einen ersten Band handelt – das heißt, dass wir als vielleicht schon ganz bald zurück nach Howth reisen und die Geschichte weiterverfolgen dürfen.

Ganz viel Spaß beim Lesen wünscht

Jacqui

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