Lorna Bill – Shattered

Buch von Lorna Bill namens "Shattered" dekoriert mit Trockenblumen

Kennt ihr das, wenn es einfach viel zu lang dauert, bis endlich der neue Band einer Reihe erscheint? So erging es mir mit Lorna Bills „James & William“-Reihe. Doch endlich ist der dritte Band „Shattered“ erschienen und es könnte keine bessere Fortsetzung der Geschichte sein! Wer noch einmal auffrischen will, worum es in Band 1 ging, der kann sich meine Rezension zu Triggered noch einmal durchlesen.

Worum geht’s?

Die Anziehung zwischen James und William ist unbestreitbar. Und immer schwieriger wird es, diese Anziehung vor anderen Menschen zu verbergen.

Doch Scott Maguire, der einmal ein Teil von Williams Leben war, taucht wieder auf und macht nicht nur Will, sondern auch James das Leben schwer. William sieht nur eine Lösung, um diesen gefährlichen Menschen wieder loszuwerden.

Es gibt allerdings noch eine weitere schockierende Nachricht, welche die Med3 des Lord Lister Colleges gehörig durcheinanderbringt und jeden einzelnen Beteiligten dazu bringt, noch mehr zusammenzuhalten. Wird das gelingen? Und wird Will es schaffen, Scott wieder loszuwerden?

Charakterentwicklung in jede Richtung

Das besonders Schöne an „Shattered“ sind für mich die Charakterentwicklungen. Da haben wir zum einen natürlich die Hauptprotagonisten mit William und James, die sich beide seit Band eins weiterentwickelt haben. James kommt aus seiner Comfort Zone heraus und Will wird offener, vor allem in Bezug auf Gefühle. Das spiegelt sich auch ganz stark in der Beziehung der beiden wider. Sie gehen einfach leichter miteinander um, nachdem sie zueinander im Verlauf der ersten beiden Bände Vertrauen gefasst haben – das ist schön zu sehen.

Auch andere Charaktere treffen wir in Band 3 natürlich wieder. So zum Beispiel Tyrwhitt. In den ersten beiden Bänden hat er sich vor allem als sehr strenger, bisweilen übler Zeitgenosse einen Namen gemacht. Ich mag es sehr, dass er in diesem Band eine tiefere Dimension bekommt und er damit auch zugänglicher wird, eine neue Seite an sich zeigt und man ihn so auch ein Stück weit ins Herz schließt.

Zuletzt möchte ich Toby erwähnen. Im ersten Band war er der furchtbar nervöse und nicht gerade erfolgreiche Student, der sich im Verlauf der Geschichte auch noch von Tyrwhitt hat beeinflussen lassen. Nun wird er langsam selbstständiger, bekommt somit auch mehr Selbstvertrauen und sieht, wer seine wirklichen Freunde sind.

Doch auch ein paar neue Charaktere lernen wir kennen. Daniels Frau, seine Kinder und sein herrlicher Kater Ched treten als sympathische Nebenfiguren auf, während mit Scott nun ein neuer Antagonist sein Unwesen treibt. Was es mit ihm allerdings auf sich hat, müsst ihr schon selbst lesen!

Konsent? Konsent.

Ein wichtiger Teil des Buchs ist die Beziehung zwischen Will und James. Ich habe bereits erwähnt, dass Will sich viel mehr öffnet in diesem Band und genau das tut auch der Beziehung zwischen Will und James gut. Zwischen ihnen herrscht mehr Offenheit und Vertrautheit und dadurch auch mehr Intimität. In „Shattered“ geht es nun auch in die spicy Richtung (manche würden sagen „Endlich!“ 😉 ). Mal davon abgesehen, dass die Autorin es schafft, die Spannung in der Beziehung der beiden Hauptcharaktere konstant aufrecht zu erhalten, ist es auch so, dass nichts ohne die Einwilligung des jeweils anderen passiert. Sexueller Konsent ist sexy!

Das sollte ja in jeder Beziehung wichtig sein. Hier finde ich es auch noch mal besonders schön, weil für James mit Will einfach vieles ganz anders und neu ist und es ist schön, dass ihm Zeit gegeben wird, sich an das heranzutasten, was ihm gefällt und was nicht. So sollte es immer sein – in jeder Beziehung, zwischen allen Menschen!

Schreibstil und Empfehlung

Auffällig ist, dass „Shattered“ von Lorna Bill eher Williams Geschichte behandelt, während sich Band 1 und 2 eher auf James‘ Geschichte und Vergangenheit konzentriert haben. Wir haben nun also die Chance, William noch etwas genauer kennenzulernen.

Wie gewohnt ist der Schreibstil der Autorin fließend. Zu den ersten beiden Bänden merkt man eine Steigerung in der Art des Schreibens, denn nun war es mir beim Lesen viel mehr möglich, mich in die Umgebung hineinzudenken. Während anfangs meist das College der Schauplatz des Geschehens war, lernen wir nun auch noch weitere Gegenden Londons kennen und alles scheint etwas bunter zu sein. Metaphern und detailreiche Beschreibungen spicken das Buch und machen viele Szenen greifbar, ohne dass viel gesagt werden muss.

So kann ich dem Buch also nur eine absolute Empfehlung aussprechen!

Nun seid ihr dran: Werdet ihr James und Williams Geschichte noch lesen?

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