Buchrezension: Sarah Rees Brennan – Chilling Adventures of Sabrina. Hexenzeit

Autorin: Sarah Rees Brennan
OT: Chilling Adventures of Sabrina: Season of the Witch
Deutsche Ausgabe: 2019: Wilhelm Heyne Verlag, München.
Seiten: 312

Rezensionsexemplar vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt

Einige von euch haben, wie auch ich, die Netflix-Serie „Chilling Adventures of Sabrina“ mit Freude verfolgt! Besonders gefreut habe ich mich als Fan der Serie über die Nachricht, dass es ein Prequel in Form eines Buches zu der Serie geben wird. Vom Bloggerportal habe ich das E-Book zur Verfügung gestellt bekommen und ich bedanke mich dafür noch mal ganz herzlich!

Worum geht’s?

Das Buch setzt vor der ersten Staffel ein. Sabrina Spellman, halb Hexe, halb Sterbliche, steht kurz vor ihrem 16. Geburtstag und somit kurz vor ihrer satanischen Taufe, nach der sie auf die Hexenakademie aufgenommen werden soll. Das bedeutet, dass sie ihr bisheriges Leben zurücklassen muss.

Keine einfache Geschichte für Sabrina, die an der High School ein fast normales Leben mit ihren Freunden Roz, Susie und Harvey führt. Mit jedem Tag, den Sabrina der Taufe näherkommt, wird ihr schmerzlich bewusst, dass sie ihr altes Leben bald hinter sich lassen muss. Dabei bedeuten ihr ihre Freundinnen Roz und Susie und ihr fester Freund Harvey die Welt.

Nebenbei muss sich Sabrina auch noch mit allem rumschlagen, was einen Teenager eben so im Alltag quält: Neben der Schule muss Sabrina zu Hause mit ihrer Tante Hilda Latein lernen, ab und zu gibt es Streit mit Cousin Ambrose, der durch einen ganz besonderen Hausarrest im Heim der Spellmans festsitzt und außerdem zweifelt Sabrina von Zeit zu Zeit an Harveys Liebe zu ihr. Ist er ihr wirklich so treu ergeben oder hat er nicht vielleicht eher Augen für die anderen hübschen Mädchen in Sabrinas Umfeld?

Um das herauszufinden, wirkt Sabrina mit der Hilfe ihres Cousins Ambrose einen Zauber, damit Harvey ihr seine Zuneigung künftig zeigt. Doch etwas geht schief: Harvey benimmt sich ganz anders als sonst, ist ein absoluter Strahlemann und benimmt sich zugegebenermaßen doch sehr komisch.

Kann Sabrina den Zauber wieder rückgängig machen, ohne sich mit Ambrose zu überwerfen? Und was hat es mit dem geheimnisvollen Wunschgeist auf sich, der im Wald zu Sabrina spricht? Findet es heraus in dem Roman zu Sabrinas Vorgeschichte!

Hexenliebe und der Trend zu Serien-Prequels

Wieder haben wir es hier mit einem Serien-Prequel zu tun. Vor kurzem habe ich ja schon die Vorgeschichte zu „Stranger Things“ vorgestellt, die ich zwar okay fand, mir aber nicht so viel gegeben hat. Ein bisschen ähnlich verhält es sich mit diesem Roman. Woran das liegt, verrate ich euch natürlich noch.

Wie kommt es eigentlich, dass es zur Zeit so einen Trend zu Serien-Prequels in Form von Büchern gibt? Früher waren mir eher die begleitenden Bücher zu Serie geläufig. Damals, als ich noch „Sabrina – Total verhext“ geschaut habe, hatte ich auch ein Buch dazu, in dem allerdings eine Geschichte aus der Serie verschriftlicht wurde. Ähnlich war es mit „Charmed“ oder „Pokémon“ – und ich habe es geliebt 😉

In letzter Zeit gibt es also eher den Trend, eine Vorgeschichte zu veröffentlichen. Bei Stranger Things sind es, soweit ich weiß, momentan 3 Bände, die unterschiedliche Personen aus der Serie näher beleuchten. So ähnlich läuft es nun mit Sabrina: Der Roman beleuchtet Sabrinas Leben vor der satanischen Taufe und gibt Hintergrundinformationen. Neben dem Wunsch, die Serienfans mit Informationen zu versorgen, sehe ich aber auch das Kalkül dahinter, noch möglichst etwas Geld aus dem Erfolg einer Serie herauszuschlagen. Denn eigentlich, wenn wir mal ganz ehrlich sind, sind diese Romane nicht unbedingt nötig. Letztendlich kennt man „nur“ eine Geschichte mehr als diejenigen, die das Buch nicht gelesen haben.

In „Chilling Adventures of Sabrina“ geht es nun vor allem um die Themen Liebe, Familie und Freunde. Sabrina muss erst auf einen Holzweg geraten, um zu sehen, was sie an Harvey und vor allem an ihrer Familie hat.

Und diese Geschichte fand ich wirklich gut erzählt. Wir alle erinnern uns schließlich sicherlich noch dunkel an unser Dasein als Teenager und wie wir oft an uns selbst gezweifelt haben, geschweige denn an der Loyalität von Freunden. Mögen sie mich wirklich so wie ich bin? Und interessiert sich der oder die, den oder die ich mag, auch für mich? Hat er oder sie nicht nur Augen für andere? Und wenn nicht, warum zeigt er/sie mir nicht noch etwas mehr, wie sehr er/sie mich liebt? Alles ganz verständliche Dinge, die auch Sabrina durchleben muss, obwohl sie ansonsten so perfekt scheint: Super Noten, immer ordentlich, tolles Aussehen und eine liebevolle Familie. Auch so ein Mensch zweifelt ab und zu an sich.

Sabrina macht etwas, das auch später in der Serie ab und zu vorkommt: Sie hext sich die Realität so zurecht, wie sie es gerne hätte. Nicht mal unbedingt, weil sie etwas Böses im Schilde führt, im Gegenteil: Sie will Dinge gut machen, aber das Ergebnis ist meist nicht wie erhofft. Doch in der Serie sehen wir auch, dass sie nicht immer daraus lernt…

Harvey macht sich dadurch, dass er verzaubert ist, ganz schön zum Obst: Er singt Lieder vor dem Haus ihrer Familie, bestückt die ganze Schule mit Rosen und sagt genau, was er über sie denkt. Sabrina lernt, dass das jedoch nicht das ist, was sie wirklich will – sie möchte einfach wieder ihren alten Harvey zurückhaben.

Ähnlich verhält es sich auch mit dem Wunschgeist im Wald. Verunsichert von ihrem Cousin Ambrose und vor allem von den Hexenschwestern, die uns auch aus der Serie bekannt sind, begeht Sabrina eine große und gefährliche Dummheit, aus der sie lernt, dass es wichtig ist, vor allem sich selbst lieben zu lernen…

Der Schreibstil und: Ist das Buch empfehlenswert?

Bezüglich des Schreibstils ist mir sofort aufgefallen, dass das Buch von einem Ich-Erzähler, also aus der Sicht Sabrinas, erzählt wird. Ich muss gestehen, dass mir die Ich-Perspektive beim Lesen immer etwas schwerfällt. Das einzige Buch, bei dem ich keinerlei Probleme damit hatte, war die Panem-Trilogie. Da war es einfach natürlich. Ich kann kaum erklären, woran es liegt, dass ich mich ansonsten damit etwas schwertue, ich weiß nur: Es ist so. 😀

Was ich allerdings ganz wunderbar fand, war, dass am Ende eines jeden Kapitels noch mal ein zusätzlicher, dunkel unterlegter Text war, der stets mit „Was im Dunkeln geschieht“ übertitelt wurde. Dabei wird auch nicht mehr in der 1. Person erzählt. Verschiedene Personen rücken dabei in den Fokus und es ist wie eine Art „Hinter den Kulissen“, was uns da geschildert wird. Das macht das Buch noch einmal besonders spannend und verleiht eine mysteriöse Note.

Empfehlen würde ich das Buch allerdings nur denen, die ein Fan der Serie sind. Es ist zwar möglich, das Buch auch unabhängig davon zu lesen und vielleicht führt es auch den einen oder anderen Menschen noch zur Serie, doch ich denke, dass das Buch vor allem diejenigen anlocken soll, die bereits vertraut damit sind. Im Buch haben wir eine schöne Geschichte, die uns schon einmal zeigt, wohin es mit so manchen Figuren in der Serie geht. Viele bekannte Charaktere tauchen dort auf. Trotzdem ist das Buch eher ein „netter Zusatz“ als etwas, das man unbedingt gelesen haben muss, denn, wie auch bei „Suspicious Minds“ (Stranger Things) fügt es der eigentlichen Geschichte nicht mehr wirklich viel hinzu.

Kennst du schon das Buch zu „Chilling Adventures of Sabrina“ und wie hat es dir gefallen? Und bist du ein Fan der Netflix-Serie? Lass uns gerne in den Kommentaren diskutieren!

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Jacqui

Meine Bewertung im Detail
Handlung ♥♥♥♡♡
Charaktere ♥♥♥♥♥
Sprache ♥♥♥♡♡
Emotionen ♥♥♥♥♡
Gesamt 4/5

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