GEWINNSPIEL zur Buchrezension: Patrick Bambach – Per Anhalter durch den Nahen Osten

Ich mit dem Buch "Per Anhalter durch den Nahen Osten" von Patrick Bambach
Ein spannendes Buch über alternatives Reisen: „Per Anhalter durch den Nahen Osten“ von Patrick Bambach

Autor: Patrick Bambach
Titel: Per Anhalter durch den Nahen Osten
Verlag: Berlin: Eden Books
Erschienen: 5. März 2020
Seiten: 272

Danke an den Eden Books-Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Fliegen, den Zug nehmen oder Auto fahren. Ins Hotel einchecken, es sich im Apartment gemütlich machen oder die Ferienwohnung erkunden. Dies sind wohl die ersten Möglichkeiten, die in den Kopf schießen, wenn wir an das simple Wort „reisen“ denken. Doch es geht auch anders: Trampen und Couchsurfing nutzen, um die Welt zu sehen. Genau das hat Patrick Bambach getan, Autor des Buches „Per Anhalter durch den Nahen Osten“, das am 5. März im Eden Books Verlag erschienen ist. Worum es genau in dem Buch geht, erfährst du in meiner neuen Rezension!

Achtung, ganz zum Schluss könnt ihr auch noch ein Exemplar des Buchs gewinnen, wenn ihr auf Instagram aktiv seid 😊

Worum geht’s?

Trampen (Verb): (durch Winken o. Ä.) Autos anhalten und sich mitnehmen lassen und auf diese Weise irgendwohin fahren, reisen; per Anhalter fahren

Es geht um genau das, was auf dem Titel steht: Der Autor zieht monatelang mithilfe des Trampens vom Sauerland als Ausgangspunkt bis nach Tel Aviv in Israel. So geht es zunächst über osteuropäische Länder wie Tschechien, Ungarn und Bulgarien bis in die Türkei. Der Autor besucht Georgien, den Irak, Iran, Oman, die Vereinigte Arabische Emirate und zuletzt schließlich Jordanien und Israel.

Diese Reise tritt er nicht (nur) alleine an: Anfangs begleitet ihn ein Freund aus Japan, später seine Freundin und auch seine Schwester. Sowohl zusammen als auch allein sucht der Autor sich die günstigste Möglichkeit des Transports heraus: Daumen raus und warten, dass andere Menschen einen mitnehmen. Auch Couchsurfing steht auf dem Plan: Entweder bei Freunden, die der Autor schon zuvor kannte, oder eben bei völlig unbekannten Menschen.

Ein großes Abenteuer, das ist es, woran man als erstes denkt, wenn man solche Reisepläne hört. Und tatsächlich: Wir werden als Leser und Leserinnen mit auf eine spannende Reise genommen, die uns sowohl das Trampen an sich als auch die Länder, über die zumindest mir viel zu wenig bekannt ist, näherbringt.

Der Weg ist das Ziel

Aufklappbares Cover
Eine praktische Karte ist im Inneren des Buchs zu finden. 

Und so erzählt der Autor zu Beginn, was ihn alles am Trampen fasziniert. Ehrlich gesagt war mir bisher viel zu wenig über das Thema bekannt. Ich gebe zu, da stecke ich mich in die Schublade zu den Menschen, die dem Ganzen skeptisch gegenüberstehen. Als Frau habe ich tatsächlich einfach Schiss, zu fremden Leuten ins Auto zu steigen. Ich kann außerdem wirklich nicht sagen, ob ich bis zu dem Zeitpunkt des Lesens dieses Buchs jemals einen Trampenden mitgenommen hätte.

„Hach, ich weiß halt nicht, besser nicht, man hört ja so viel…“ (S. 21)

Ganz ehrlich, wer denkt noch so? 😉 Ich befürchte, dass ich sowas in der Regel wohl auch zumindest zu mir selbst sagen würde, wenn mich jemand fragen würde, ob man ihn mitnimmt.

Aber andererseits finde ich die Erfahrungen, die der Autor gemacht hat, wirklich toll. Man kommt mit Menschen ins Gespräch, die man sonst vermutlich nie getroffen hätte und eine Überraschung hält diese Art der Fortbewegung immer bereit. Zum Beispiel Gewehre auf der Rückbank. Oder zum Brechen vollgepackte Kofferräume.

Couch­sur­fing®das: kostenloses Übernachten in Wohnungen anderer Mitglieder eines gleichnamigen Netzwerks im Internet

Das Couchsurfen ist nach dem Hitchhiking eigentlich nur die logische Konsequenz. Das habe ich ebenfalls schon getan, als ich im Ausland studiert und gearbeitet habe und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man so viele liebe Menschen kennenlernt und dem Land und der Kultur so am nächsten kommt. Auch Bambach erlebt das. Egal, welches Land er bereist, immer wieder habe ich das Gefühl, dass die Menschen dort besonders gastfreundlich sind. Auch bzw. vor allem, wenn sie eigentlich vergleichsweise arm sind. Etwas Freundschaft und Hilfe kann jeder schenken.

Und ich denke, das ist es, was mir an dem Buch besonders gefallen hat: Man lernt zusammen mit dem Autor den einen oder anderen Menschen kennen, lernt dessen Meinungen, seine Kultur, sein Leben kennen, und zwar aus nächster Nähe. Kein Hotelaufenthalt könnte es auf diese Weise vermitteln. Natürlich ist auch das Trampingleben eines, was in einer Art Blase stattfindet, aber ich finde, dass diese Blase wirklich äußerst sympathisch wirkt.

Was mir weiterhin gefällt, ist, dass die Reise nicht nur ein Erfolg ist. Es gibt Wartezeiten, es gibt Probleme an der Grenze oder Missgeschicke mit Schlüsseln von Gastgebern. Das Leben ist nicht perfekt und ich bin froh, dass dieses Buch das rüberbringt!

Natürlich bekommt man beim Lesen auch viel über Konflikte und politische sowie religiöse Einstellungen in den jeweiligen Ländern mit. Es ist spannend, diese unverfälscht erleben zu können. Aufrichtige Meinungen aus der Bevölkerung bekommt man in den gängigen Medien leider viel zu selten mit. Hier kann man darüber lesen.

Der Schreibstil

Zu Beginn ist mir der Einstieg in das Buch noch etwas schwergefallen. Woran lag es? Ich glaube, dass anfangs die Nähe für mich noch nicht hergestellt war. Die Passagen über das Scheitern beim Trampen fand ich manchmal langwierig und mir hat ein wenig das Erzählen über die Kultur bzw. die Menschen, die der Autor getroffen hat, gefehlt. Ich fand die Erzählweise dort noch etwas oberflächlich.

Doch ich habe mich sehr gefreut, dass ich nach ca. 50 Seiten vollends in das Buch hineingefunden habe. Die Geschichten über Menschen wurden zahlreicher, die Umgebung erschien mir lebendiger, ich konnte mehr mitfühlen. Der Autor hat zudem einen herrlichen Humor, der meinen Sinn für Humor voll getroffen hat. Nicht zuletzt deswegen waren manche Geschichten besonders lebhaft und spannend für mich. Ohne den einen oder anderen Lacher wäre das Buch für mich vermutlich nur halb so gut gewesen!

Per Anhalter durch den Nahen Osten“ von Patrick Bambach ist etwas für jeden, der Geschichten über ferne Länder mag, der sich für alternatives Reisen begeistern kann und dabei auch ein wenig unterhalten werden möchte. Vor einigen Jahren habe ich „Couchsurfing im Iran“ von Stephan Orth gelesen, das ich in die gleiche Kategorie wie dieses Buch packen würde. Wer das Buch ebenfalls gelesen hat, für den ist „Per Anhalter durch den Nahen Osten“ auf jeden Fall auch geeignet!

Und nun aufgepasst: Der Verlag stellt freundlicherweise drei Exemplare von „Per Anhalter durch den Nahen Osten“ zur Verfügung. Auf meinen Instagram-Kanal könnt ihr eines der drei Exemplare gewinnen! Kommt schnell dort rüber und macht mit, wenn auch ihr diese tolle Geschichte lesen wollt! 😊

Frohes Lesen wünscht
Jacqui

Meine Bewertung im Detail

Handlung ♥♥♥♥♡

Sprache ♥♥♥♥♡

Spannung ♥♥♥♥♡

Aufbau ♥♥♥♥♡

Gesamt 4/5

 

 

2 Kommentare zu „GEWINNSPIEL zur Buchrezension: Patrick Bambach – Per Anhalter durch den Nahen Osten

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