Buchrezension: Stephen King – Brennen muss Salem

Stephen King - Brennen muss Salem

Autor: Stephen King
Titel: Brennen muss Salem
OT: Salem’s Lot
Erschienen im Original: 1975 in New York: Doubleday
Deutsche Ausgabe: 2005 in München: Wilhelm Heyne Verlag
Seiten: 638

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Manchmal muss es eben einfach ein wenig Horror sein… und wen nimmt man da am besten in die Hand? Bei mir ist das ganz klar Stephen King, der mich zuerst mit seinem Buch „ES“ so richtig in seine Welt des Horrors mitgenommen und gefesselt hat. Als ich sah, dass es von „Brennen muss Salem“ eine Auflage im gleichen Design wie „ES“ gibt, habe ich mein Glück beim Bloggerportal versucht und – es hat geklappt, das Buch als Rezensionsexemplar zu bekommen!

Worum geht’s?

Ben Mears ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Nach Jahren will er wieder in seinen alten Heimatort, nach Salem’s Lot im Bundesstaat Maine, zurückkehren, um dort etwas über das mysteriöse Marsten-Haus herauszufinden. Das Haus umweht eine schaurige Aura, man erzählt sich über schlimme Dinge, die dort geschehen sind. Dinge, die Ben sogar am eigenen Leib erlebt hat.

In Salem’s Lot geschehen seit dem Verschwinden eines Jungen merkwürdige Dinge. Schon bald glauben sowohl Ben als auch weitere Personen, die er ins Vertrauen gezogen hat, dass ein Vampir sein Unwesen treibt. Kann das mit dem Marsten-Haus zusammenhängen, das wie ein Mahnmal auf dem Hügel steht und über die Stadt zu wachen scheint?

Schauriger Horror und Erinnerung an Dracula

In einem langen Prolog werden wir zunächst mitten in die Geschichte hineingeworfen. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang verwirrt war, da man nichts über die handelnden Personen weiß oder warum es ihnen so geht, wie es ihnen geht. Erst viel später haben sich die Puzzleteile für mich zusammengefügt. In jedem Fall macht der Prolog neugierig auf die eigentliche Geschichte, die ich fast ein wenig wie „ES“ erlebt habe: Man kommt ganz langsam herein, es gibt eine Menge Beschreibungen, die sich erst später in das Puzzle fügen. Aber mit einem Mal, ab einem bestimmten Punkt, möchte man das Buch nicht mehr aus den Händen legen.

Denn King gelingt es einmal mehr, mit seinen spannenden Kapiteln die Aufmerksamkeit auf das Schicksal der Personen zu lenken und uns anzustacheln, um herauszufinden, wer hinter all den grausamen Geschehen in Salem’s Lot steckt. Und wer bereits „Dracula“ von Bram Stoker gelesen oder als Film gesehen hat, der wird auch die Figurenkonstellation natürlich in abgewandelter Form in „Brennen muss Salem“ wiedererkennen.

Da ich Dracula schon mehrfach gelesen habe, musste ich oft lächeln, wenn es um die diversen Anspielungen im Roman geht. Ben Mears ist mit dem unglückseligen Jonathan Harker aus Dracula zu vergleichen (Harker begibt sich in „Dracula“ auf die Suche nach dem Monster, ebenso wie Ben). Ben hat eine Freundin, Susan, die er später pfählen muss – ebenso wie Arthur Holmwood seine Verlobte Lucy in „Dracula“ pfählen muss.

So gibt es noch weitere Figuren, die Ben behilflich sind und alle das Ziel haben, den „Anführer“ unter den Vampiren, Barlow, zu töten: Der Arzt Cody, Priester Callahan, der ehemalige Lehrer Matt und der kluge junge Mark stehen Ben zur Seite. Dies sind allesamt unglaublich interessante Menschen, für die sich King Zeit nimmt. Ich habe zu jeder der Personen ein Bild im Kopf und weiß, wie sie charakterlich sind. Das muss man King zugutehalten: Seine Romane sind oft lang, aber dafür nimmt er sich viel Zeit für seine Figuren, was so wichtig ist.

Brennen muss Salem“ ist Stephen Kings zweiter veröffentlichter Roman. Dafür, dass er damals noch am Anfang seiner Karriere stand, ist dieses Buch wirklich ausgeklügelt, interessant geschrieben und man erkennt definitiv seine ganze persönliche, schaurige Handschrift wieder. Dieser Roman hat mich wieder unglaublich gefesselt und es hat mir zudem auch gefallen, wie sehr King aus diesem Buch eine Hommage an Bram Stoker und seinen „Dracula“ gemacht hat. Einzig mehr Frauenrollen hätte King hier einarbeiten können. Mit Susan haben wir eigentlich nur eine starke Frau in der Geschichte, die zudem am Ende nicht mehr besonders gut dasteht. Da geht noch mehr!

Jeder, der Vampirgeschichten mag und ein Fan von Dracula ist, sollte „Brennen muss Salem“ auf jeden Fall lesen!

Welche Romane von Stephen King magst du ganz besonders? Hast du vielleicht auch schon „Brennen muss Salem“ gelesen und möchtest darüber in den Kommentaren schreiben? 😊

Hier geht es zu meiner Rezension zu „ES“ von Stephen King.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Jacqui

Meine Bewertung im Detail

Handlung ♥♥♥♥♥

Charaktere ♥♥♥♥♥

Sprache ♥♥♥♥♥

Emotionen ♥♥♥♥♥

Gesamt 5/5

Ein Kommentar zu „Buchrezension: Stephen King – Brennen muss Salem

Gib deinen ab

  1. Ich hab es vor etwa 30 Jahren gelesen – und ich hab damals richtig Angst bekommen – es war wirklich richtig gruselig. Aber ich scheue mich vor einem Re-Read. Da bin ich bei Shining schon reingefallen – da ich vergessen hatte, das King so ewig ausschweift – und ich hab auch ein anderes Empfinden dem Horror gegenüber – vielleicht ist es nicht mehr so für mich wie es damals war – die Erinnerung will ich mir nicht zerstören.

    Mein letztes gelesenes war der Nebel – der war eigentlich ganz gut.

    Davor hatte ich noch das Mädchen – das war auch ziemlich spannend.

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