
Autoren: Emily Wibberley, Austin Siegemund-Broka
OT: The Breakup-Tour
Erschienen: 2024 in New York: Berkley
Seiten: 413
Ende März hatte ich das Problem, dass ich für einige Tage unterwegs war, lange im Zug saß und dabei das falsche Buch eingesteckt hatte. Es handelte sich um einen dritten Teil einer Serie und ich hätte Teil 2 gebraucht, daher konnte ich es nicht einfach so schon lesen. In einer Buchhandlung habe ich dann schließlich spontan geschaut, was mich anspricht, um wieder Lesematerial zu haben und so entschied ich mich für „The Breakup Tour“, was ich zu dieser Zeit schon häufig auf Instagram sah und das mir absolute Taylor Swift Vibes versprach. Ob ich diese Vibes gespürt habe? Erfahrt es in dieser Rezension!
Worum geht’s?
Singer-Songwriterin Riley schreibt mit „The Breakup Record“ ein Album über verflossene Lieben und schreibt in die Songs all ihren Liebeskummer herein. Ihr Ex-Mann brüstet sich öffentlich damit, dass der Song „Until You“ von ihm handelt. Riley kann es nicht glauben, dass er den Song nutzt, um auf sich aufmerksam zu machen. Daher kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück und sucht Max auf, ihre Liebe aus Jugendtagen, die die eigentliche Inspiration zum Song war.
Riley möchte, dass Max sich öffentlich als ihre ehemalige große Liebe outet, doch dieser stimmt dem nur zu, wenn Riley ihn als Keyboarder mit auf ihre Tour nimmt. Und so bekommen die beiden eine zweite Chance und können herausfinden, ob der Sound ihrer Liebe noch einmal erklingen kann…
Eine Second Chance Lovestory
„Diese Aufnahme fühlt sich an, als könne sie alles verändern. Ein ganzes Leben. Unbestreitbar. Das wird mein Hit. Mein Vermächtnis.“ (S. 13)
Ich habe mich ganz besonders auf eine romantische Lovestory gefreut und diese habe ich mit diesem Roman bekommen! Ich möchte nicht bestreiten, dass die Handlung manchmal schon vorhersehbar war, aber das ist okay, da ich die romantischen Vibes bekommen habe, die ich mir gewünscht habe.
Riley wird als eine sehr ehrgeizige Frau dargestellt, die schon immer wusste, was sie im Leben wollte, und die ebenfalls schon immer wusste, was sie kann. Gefühle sind für sie da, um gefühlt zu werden und wenn sie nebenbei auch noch dazu führen, dass dabei großartige Songtexte entstehen, dann ist das umso besser. Häufig wird ihr von der Öffentlichkeit vorgeworfen, dass sie Beziehungen nur eingehe, um „Material“ zu haben, worüber sie schreiben kann, und vielleicht stimmt das auch ein kleines bisschen. Das ändert aber nichts daran, dass sie ein Mensch ist, der lieben und geliebt werden möchte, mit allem, was dazugehört. Man bekommt jedoch den Eindruck, dass sie noch nicht bereit ist, sich einer neuen Beziehung komplett zu öffnen. Es fehlt immer noch das letzte Bisschen, das Stückchen Vertrauen in eine andere Person – Vertrauen, dass sie nicht wieder verletzt wird. Ob Max diese Person sein kann?
Max mochte ich als Mensch total gerne in dem Buch. Auch er hat eine künstlerische Ader, zeigt diese jedoch nur einem kleinen Publikum am Piano. Doch sobald er mit Riley unterwegs ist, zeigt sich sein großes musikalisches Talent und er schreibt mit ihr an einem Song. Auch er hat Höhen und Tiefen in seinem Leben erfahren und hat seine Zeit mit Riley, die gut zehn Jahre her ist, immer noch sehr im Gedächtnis. Doch im Gegensatz zu Riley ist er ein Mensch, der die Öffentlichkeit nicht so gerne sucht und Dinge auch gerne im Privaten hält. Max und Riley sind das Gegenteil voneinander, doch sie haben einen gemeinsamen Nenner und dabei fliegen die Funken ganz gehörig.
Gewisse Parallelen…
… zu Taylor Swift sind hier natürlich erkennbar, denn das Autorenduo macht kein Geheimnis daraus, dass sie sich von ihr haben inspirieren lassen. Wer ein Swiftie ist, findet viele kleine Easter Eggs beim Lesen. Ich habe auch die einen oder anderen kleinen Überraschungen gefunden, über die ich mich beim Lesen ganz besonders gefreut habe 🙂
Mitreißender Schreibstil aus zwei Perspektiven
„I walk Heartbreak Road
Feel your hand in mine on
Heartbreak Road
Traveling for ten years on
Heartbreak Road
Kissing you is fine on
Heartbreak Road
Leading us to nowhere”
Der Schreibstil des Autorenduos hat mich von Anfang an mitgerissen. Herzschmerz, Liebeskummer, Liebe und Songwriting haben mich durch das Buch getragen und dabei habe ich mich ganz wohlig gefühlt. Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben: Aus Rileys und aus Max‘. ich frage mich, ob die Autoren sich dahingehend „aufgeteilt“ haben beim Schreiben. Ich mochte beide sehr gerne, jede Perspektive hat ihre Besonderheit mitgebracht und dazu geführt, dass wir Max und Riley besonders gut kennengelernt haben.
„The Breakup Tour“ ist ein manchmal vorhersehbares, aber dennoch wunderbares Wohlfühlbuch, das mir großen Spaß gemacht hat zu lesen. Ich kann es allen, die Lovestorys und Second Chances Tropes mögen, sehr ans Herz lesen. Kleiner Bonus: Wenn man ein Swiftie ist, macht es natürlich noch mal ganz besonderen Spaß, das Buch zu lesen. ❤️
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