Filmrezension: Mamma Mia! Here we go again

OT: Mamma Mia! Here we go again; GB/USA 2018; Regie: Ol Parker; 114 Minuten;
FSK ab 0

Blaues Meer, malerische Natur und ein frisch aufgebautes und renoviertes Hotel: Das ist die eindrucksvolle Kulisse aus dem Film „Mamma Mia! Here we go again“. Wie auch im ersten Teil befinden wir uns auf der fiktiven griechischen Insel Kalokairi.

Inhalt

Schnell wird klar, dass Donna Sheridan, eine der Hauptfiguren aus dem ersten Teil, verstorben ist. Sophie, ihre Tochter, führt aber den Wunsch ihrer Mutter fort und widmet ihr Leben dem Aufbau des Hotels „Bella Donna“. Die große Eröffnungsparty des Hotels steht kurz bevor und Sophie ist nervös: Wird alles gut gehen? Wird das Hotel den Gästen gefallen? Als sie sich dann auch noch mit ihrem Mann Sky, der in den USA eine Stelle angeboten bekommen hat, streitet, scheint ihr Frohmut zu sinken. Unterstützung bekommt sie jedoch von ihrem Stiefvater und gleichzeitig möglichen Vater Sam, und von Donnas Freundinnen Tanya und Rosie. Vor dem großen Tag der Eröffnung gibt es aber einen heftigen Sturm – die Feier scheint buchstäblich ins Wasser zu fallen.

In Rückblenden erzählt der Film außerdem immer wieder von Donnas Vergangenheit. Die Zuschauer und Zuschauerinnen lernen eine lebensfrohe, abenteuerlustige Donna kennen, die mit ihrem Abschluss in der Tasche die Welt kennenlernen möchte. So erfahren wir auch, wo sie Sophies mögliche drei Väter kennengelernt hat: Den jungen Harry lernt Donna in Paris kennen. Den Skandinavier Bill lernt sie kennen, als sie die Fähre nach Kalokairi verpasst hat und Sam lernt sie auf der Insel kennen, wo er ihr hilft, ein Pferd vor einem heftigen Sturm zu retten.

Donna verliebt sich nicht nur in Sam, sondern in die ganze Insel. Es ist ihr Traum, dort eine Existenz aufzubauen und ihr Leben da zu verbringen. Die Besitzerin der Bar, in der Donna ab und zu singt, beschließt, ihr die verlassene Farm zu schenken, auf der Donna bisher geschlafen hat, damit sie aus dem Gebäude ein Hotel bauen kann. Leider bekommt Donna heraus, dass Sam sie betrogen hat. Sie bleibt allein – und schwanger – zurück.

Zurück in der Gegenwart unternimmt Sophie mit der Unterstützung ihres Stiefvaters Sam alles, um die Feier doch noch stattfinden zu lassen. Am Tag der Eröffnung geschieht das Unerwartete: Auf einem Boot kommen auch Sophies andere möglichen Väter Harry und Bill an, zusammen mit vielen Partygästen sowie einer Ersatzband. Doch damit der Überraschungen nicht genug: Auch Sophies Großmutter, eine absolute Diva, kommt zu Besuch und Sophie erfährt, dass sie schwanger ist – am selben Ort, an dem ihre Mutter mit ihr schwanger war.

Musik, die ins Ohr geht und entzückende Schauspieler

Wie auch der erste Teil, ist „Mamma Mia! Here we go again“ wieder ein farbenprächtiges, musikalisches Meisterwerk. Dazu trägt natürlich auch die Filmmusik einen großen Teil bei: Wieder wurden ausschließlich Songs der schwedischen Kultband ABBA von den Schauspielern und Schauspielerinnen eingesungen. Dabei glänzen nicht nur die schon bekannten Darsteller wie Amanda Seyfried, Meryl Streep, Colin Firth oder Pierce Brosnan, sondern auch die Darsteller, die die jüngeren Versionen von Donna, Sam, Harry & Co spielen. Dabei muss ich einfach ganz besonders Lily James hervorheben, die nicht nur eine wunderschöne Stimme hat, sondern auch schauspielerisch das absolut Beste aus sich herausholt.

Gerade die Rückblenden zeigen, wie gut die Auswahl der Schauspieler und Schauspielerinnen gelungen ist: Es wurde nicht nur, wie bei den jungen Versionen von Tanya und Rosie, darauf geachtet, dass das Aussehen stimmt, sondern auch der charakterliche Wiedererkennungswert. Rosies Vorliebe für Kuchen, Tanyas Zuneigung zu schönen Männern, der schüchterne Harry, der Draufgänger Bill… all das passt einfach. Vor allem Donna wird als Charakter so schön herausgearbeitet: sie ist so lebenslustig, fröhlich, voller Träume und Ideen und wie Bill es ganz richtig sagt, sie hat dieses Lächeln, das einfach jeden ansteckt.

Mit Lily James, Mery Streep und der wunderbaren Amanda Seyfried wurden Schauspielerinnen gewählt, die als „Filmfamilie“ einfach extrem gut zusammenpassen. Und dann wäre da natürlich noch der grandiose Divenauftritt von Cher als Sophies berühmte Großmutter. Während sie anfangs abgehoben wirkt, findet aber auch sie schließlich ihr (altes) Glück auf der Insel wieder. Sie ist ein wunderbares Gegenstück zur bodenständigen Sophie.

Tolle Kulisse und Familienthematik

Und weil ich einfach nicht aufhören kann, von dem Film zu schwärmen, muss ich einfach noch die Kulisse und die Kleidung hervorheben: Wie wunderschön kann ein Hotel eigentlich sein? Diese Farbgestaltung in türkis, weiß und Steinmaterialien ist wirklich wunderbar und ruft sofort Urlaubsgefühle hervor. Auch die Outfits sind on point: Die junge Donna glänzt in einer weiten Tunika, exzentrischen Overalls oder einem orangen Rock mit bauchfreiem Top, das perfekt zu den Orangen am Baum passt. Auch Sophies Styling ist inspirierend: in sommerlichem weiß mit hellblauer Bluse oder einem schicken dunkelblauen Zweiteiler mit luftigem Cardigan wirkt sie so sommerlich-elegant.

Ganz abgesehen davon ist die Thematik des Films wirklich schön: Für mich ging es hauptsächlich um die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Sophie und Donna. Die zwei sind ein tolles Familiengespann und es war schön zu sehen, wie sich bestimmte Begebenheiten in der Vergangenheit und in der Gegenwart wiederholen und die Familienbande somit noch enger geschnürt werden. Emotionaler Höhepunkt in der Beziehung der beiden ist mit Sicherheit die Taufe von Sophies Tochter, bei der sie ihre Mutter sieht und mit ihr zusammen „My Love, my Life“ singt.

Wer es nun geschafft hat, diesen Artikel bis zum Ende zu lesen, dem möchte ich unbedingt raten, den Film im Kino zu sehen! Den ersten Teil gibt’s zum Nachgucken außerdem auf Amazon Prime. Hat den Film vielleicht schon jemand von euch gesehen? Was hat euch begeistert oder vielleicht auch nicht?

 

Werbeanzeigen

About mademoisellepusteblume

Hi! Ich bin Jacqui und noch sehr neu in der Welt des Bloggings. Nachdem ich mir immer vorgestellt hatte, einen Blog über Dinge zu führen, die mich und möglicherweise auch Andere interessieren, setze ich dieses Vorhaben nun in die Tat um. Momentan bin ich noch Studentin der Film- und Medienwissenschaften. Ich liebe Bücher, Filme, Serien und Musik über alles. Auch Fotografieren, Sport machen, Sprachen und die Natur erkunden gehören zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich hoffe, die einen oder anderen Leser auf eine Reise durch meine Gedanken mitnehmen zu können!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s