Buchrezension: Eragon – Der Auftrag des Ältesten

Autor: Christopher Paolini
Buchtitel: Eragon – Der Auftrag des Ältesten
Originaltitel:
Eldest
Ausgabe: Taschenbuch 1. Auflage 2008 in München: Blanvalet
Erstausgabe Deutschland: 2005 München: cbj Verlag

Liebe Pusteblumen,

es kommt wieder die Zeit, in der ich es schaffe, wieder regelmäßig Rezensionen und andere Beiträge hier zu posten! Lange hat es gedauert, bis ich „Eragon – Der Auftrag des Ältesten“ zu Ende gelesen habe. Das lag zum einen an meinem Umzug, der stressig war und durch den ich eine lange Zeit kaum zum Lesen kam, und zum anderen auch ein bisschen an der Länge des Buches und des Inhaltes, der sich manchmal ein bisschen hingezogen hat. Doch Genaueres dazu gibt es in der Rezension.

Worum geht’s?

Am Ende des ersten Teils (Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter) kämpft Eragon zusammen mit den Varden gegen den Feind Durza. Dieser schafft es, Eragon zu verletzen. Trotz der Heilkräfte von Hexe Angela behält Eragon eine Narbe zurück und bekommt hin und wieder schmerzhafte Anfälle durch die Verletzung.

Nachdem die Schlacht geschlagen ist, geraten die Verfolger der geflüchteten Urgals jedoch in einen Hinterhalt, bei dem unter anderem der Anführer der Varden, Ajihad, ermordet wird. Ein neuer Anführer, bzw. eine neue Anführerin muss gefunden werden: So schwört Eragon Ajihads Tochter Nasuada seine Treue. Doch auch den Zwergen ist er verpflichtet, da er der Dûrgrimst Ingietum beitritt, dem herrschenden Zwergenclan. Auch an die Elfen ist Eragon gebunden, denn bei ihnen soll er seine Ausbildung beenden.

Zusammen mit dem Zwerg Orik, der Elfin Arya machen sich Saphira und Eragon auf den Weg in die Elfenhauptstadt Du Weldenvarden, um die Ausbildung als Drache und Reiter zu beenden. Dort wird er mit Oromis bekannt gemacht, einem Drachenreiter, und seinem Drachen Glaedr. Beide sind alt, beide sind verletzt – und haben die Erfahrung, um Eragon und Saphira in ihrer Ausbildung zu begleiten.

In Ellesmera erlebt Eragon das Agaetí Bloedhrën, eine Blutschwur-Zeremonie. Dabei wird der Zusammenschluss der Elfen und Drachen gefeiert und Eragons Körper wird dabei durch die Drachenmagier geheilt und verändert. Er sieht daraufhin aus wie einer der Elfen.

Während Eragons Abenteuern wird die Geschichte seines Cousin Roran parallel erzählt. Wir erinnern uns, dass Roran bis dato noch nichts von Eragon als Drachenreiter bekannt ist. Für ihn sieht es so aus, als hätte Eragon seinen Vater – und sein Dorf Carvahall – im Stich gelassen. Galbatorix will Roran gefangen nehmen und als Druckmittel gegen Eragon einsetzen. Doch Roran und die Anwohner können ihr Dorf zunächst beschützen – bis Rorans Verlobte Katrina entführt wird. Die Einwohner geben das Dorf letztendlich auf und fliehen mit Roran als ihrem Anführer.

In Teirm begegnet Roran dem Händler Jeod, der ihn sofort erkennt und ihm von Ergaons Erlebnissen erzählt. Er erzählt außerdem, dass es einen Verräter unter den Varden geben muss, da keines seiner Schiffe sein Ziel erreicht hat. Zusammen beschließen sie, ein Schiff zu klauen und den Varden zu Hilfe zu kommen.

Eragon erfährt zufällig von dieser bevorstehenden Schlacht der Varden und macht sich sofort auf den Weg, um ihnen zu Hilfe zu eilen. Dort trifft er nicht nur seinen Cousin und geistigen Bruder Roran wieder, sondern er erfährt, von wem er eigentlich wirklich abstammt…

Eragons weiterer Weg in Alagaësia

In diesem zweiten Teil der Buchreihe werden wir ganz schön auf die Folter gespannt – denn ein nahender Verrat aus Eragons eigener Familie wird ihm von Hexe Angela prophezeit. Eragon ist sich sicher, dass es sich dabei nur um seinen Cousin Roran handeln kann, denn er ist der einzige Verwandte, der noch lebt. Doch kann das wirklich sein? Roran, der immer wie ein Bruder für ihn war? Von Anfang an schwebt diese dunkle Wolke über dem Buch und ich war so überrascht, wie sich das Blatt am Ende noch gewendet hat! Natürlich werde ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten 😉

Eine weitere große Rolle spielt im Buch Eragons Ausbildung zum Drachenreiter. Ich finde, dass dies besonders eindringlich dargestellt wird. Lange Zeit verbringt er in Du Weldenvarden, um von Oromis die Kunst des Zuhörens, der Konzentration, des In-sich-gehens und des Kämpfens lernt. Wir erleben fast schon minutiös mit, wie Eragon sich selbst langsam in einen Elfen verwandelt, bevor er durch die Blutschwurnacht wirklich zu einem wird.

Auch die Liebe – oder nennen wir es das erwachende Verlangen – ist dieses Mal ein großes Thema im Buch. Arya, die Elfe, die wir schon aus dem ersten Teil kennen, ist oft an Eragons Seite und er verfällt immer mehr ihrem Wesen. Wir erleben, wie er langsam zum Mann wird und ich habe so oft mit ihm gefühlt, wenn es ihm, nach wiederholter Abweisung durch Arya, schlecht ging und er weinend zwischen den Bäumen saß.

In diesen Momenten war aber auch wieder die Verbindung zwischen Saphira und Eragon ganz wundervoll – denn auch sie hat sich in diesem Teil verliebt und Abweisung hinnehmen müssen. Nachdem sie sich ein wenig zwischendurch entfremdet haben und beide quasi ihre Pubertät durchgemacht haben, konnten sie sich wieder einander annähern, was mir unglaublich gut gefallen hat.

Der Schreibstil

Ich habe ja bereits angedeutet, dass sich das Lesen des zweiten Teils etwas hingezogen hat, was zum einen an äußeren Umständen lag, zum anderen aber auch am Buch selbst. Auf 862 Seiten (im Taschenbuch) führt uns Paolini wieder in die Welt von Alagësia und zeigt uns, wie sich Eragon entwickelt.

Einerseits hat es mir total gefallen, dass wir ihm fast schon zusehen konnten, wie er erwachsen wurde und was er alles dabei durchgemacht hat. Andererseits hat sich genau das manchmal ein bisschen zäh angefühlt. Wenn Eragon das x-te Training mit Oromis hatte (und noch in einigen anderen Situationen), dachte ich mir schon manchmal, dass man das gut und gerne etwas hätte kürzen können, ohne, dass dabei wichtige Informationen oder Eindrücke verloren gehen.

Nichtsdestotrotz gab es im Buch neben bewegenden Stellen auch wieder einige Lacher, zum Beispiel, als Saphira schlichtweg betrunken war:

„Hat sich jemand verletzt, als sie umfiel?“, fragte Eragon besorgt.
Ein herzhaftes Lachen dröhnte aus dem breiten Brustkorb des Zwerges. „Nur die, die vor Lachen vom Stuhl gekippt sind. Ein betrunkener Drache, der versucht, sich zu verbeugen! Das wird man noch in Jahrzehnten besingen!“ (S. 89)

Eine spannende Facette war im Buch außerdem der angesprochene Vegetarismus der Elfen und wie Eragon sich langsam daran gewöhnt, kein Fleisch mehr zu essen. Anfangs fällt es ihm noch schwer, doch dann kann er nicht mehr anders als keine Tiere zu essen:

„Er hatte nichts dagegen, wenn andere Leute Fleisch aßen; er wusste, dass es unter armen Bauern als Festmahl galt. Aber er selbst konnte kein Fleisch mehr essen – es sein denn, er drohte ansonsten zu verhungern. Wenn man einmal den Geist eines Kaninchens berührt und gespürt hatte, was es empfand… Es wäre so, als würde man sich selbst verzehren.“ (S. 577).

Ich mag es, wie weder die eine noch die andere Lebensweise verurteilt wird, wie Paolini aber dennoch ganz sanft auf eine alternative Lebensweise hinweist, in der kein Lebewesen für das Wohl eines Menschen oder Elfen verletzt werden muss.

Nun bin ich gespannt, wie es bald mit Teil 3 weitergeht! Ich werde vor dem Lesen ein wenig Zeit vergehen lassen, um mich wieder ein paar anderen Büchern zu widmen. Aber bald geht es hier weiter!

Hast du den zweiten Teil gelesen und was hat dir besonders daran gefallen? Welche Wesen (Drachen, Zwerge, Elfen, Menschen…) magst du besonders? Und liest du Buchreihen immer gleich hintereinander oder brauchst du dazwischen etwas Zeit und Abstand?

 

Ein Kommentar zu „Buchrezension: Eragon – Der Auftrag des Ältesten

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