Buchrezension: C. S. Lewis – Die Chroniken von Narnia 4 – Prinz Kaspian von Narnia

Prinz Kaspian von Narnia

Autor: Clive Staples Lewis
Titel: Prinz Kaspian von Narnia (Die Chroniken von Narnia 4)
OT: Prince Caspian
Erschienen: 2005 in Wien: Verlag Carl Ueberreuter
OT erschienen: 1951

Nachdem „Der Ritt nach Narnia“ spielte, während die Geschwister Peter, Susan, Edmund und Lucy das erste Mal in Narnia waren, ist nun, nachdem die Kinder am Ende von „Der König von Narnia“ wieder in ihre eigene Welt kamen, ein ganzes Jahr vergangen. Was erwartet und nun also in „Prinz Kaspian von Narnia“?

Worum geht’s?

Ein Jahr ist vergangen, seitdem die vier Geschwister aus Narnia wiederkamen. Als sie in einer U-Bahn-Station auf ihre Bahn warten, geschieht nun etwas, womit sie nicht gerechnet hätten – sie werden wieder nach Narnia gebracht! Obwohl in der realen Welt nur ein Jahr vergangen ist, so sind es in Narnia nun ganze 1300 Jahre vergangen und so einiges hat sich verändert.

So steht nun ihr Schloss Feeneden nicht mehr, es sind lediglich Ruinen übrig geblieben. Dort finden die Kinder jedoch ihre Waffen und machen sich auf den Weg, um herauszufinden, was eigentlich passiert ist. Sie treffen auf den Zwerg Trumpkin, von dem sie erfahren, dass das Volk der Telmarer Narnia eingenommen hat und die „Alt-Narnianen“ vertrieben hat. König Miraz ist unrechtmäßig an die Macht gekommen, doch der eigentliche Herrscher sollte Miraz‘ Neffe Kaspian sein.

Nachdem Miraz einen Sohn bekommt, wird Kaspian nahegelegt zu fliehen, denn es wird befürchtet, dass Miraz Kaspian nun „beseitigen“ will. Trumpkin und die Kinder machen sich nun auf den Weg zum Lager der Narnianen, um Kaspian und den Einwohnern zu helfen.

Da treffen sie einen alten Bekannten wieder: Löwe Aslan erscheint zunächst nur Lucy, ihre Geschwister glauben ihr jedoch nicht. Erst mit der Zeit fangen auch ihre Geschwister wieder an, zu „sehen“ und nehmen Aslan wahr.

Letztendlich kommt es zu einem Kampf zwischen den Alt-Narnianen und den Telmarern und wie das Ganze für Kaspian ausgeht, müsst ihr letztendlich selbst lesen 😊

Zum Schluss gibt Aslan den Telmarern die Gelegenheit, in eine andere Welt zu gehen und von dort aus neu anzufangen, denn diese sind eigentlich Nachfahren von Piraten, die durch eines der magischen Tore auf der Welt zufällig in Narnia gelandet sind. Auch von den Kindern heißt es Abschied zu nehmen, wobei es für Peter und Susan ein Abschied für immer bedeutet: Sie sind laut Aslan mittlerweile zu alt, um noch einmal nach Narnia zurückzukehren.

Überraschung im Vergleich zum Film

Etwas, was mich an diesem Teil besonders überrascht hat, ist, dass Kaspian im Vergleich zum Film hier sehr viel jünger ist – also eigentlich ein Kind.

Wer „Prinz Kaspian von Narnia“ gesehen hat, der hat wahrscheinlich noch Ben Barnes als jugendlichen und gut aussehenden Kaspian vor Augen. Im Film hat er mit der älteren Schwester Susan gut geflirtet und zum Abschied gab es sogar einen Kuss.

Da war ich doch durchaus ein wenig überrascht, dass das Buch um Einiges züchtiger war 😉 Wobei es mir hätte klar sein können, denn es handelt sich immer noch um ein eindeutiges Kinderbuch, bei dem zumindest bisher auf Liebesszenen verzichtet wurde.

Hier ist Kaspian eher ein Kind, wenn überhaupt, dann vielleicht ein junger Teenager, der noch einiges zu lernen hat. Mit Susan bandelt er nicht an – ich finde sogar eher, dass er mehr mit Lucy auf einer Wellenlänge ist.

Insgesamt muss ich sagen, dass sich die Narnia-Filme doch stark an den Büchern orientieren, was für viele Fans des Originals sicherlich sehr schön ist und mich auch ein wenig überrascht – nicht selten wird schließlich in Verfilmungen auch mal etwas hinzugefügt oder weggelassen.

Was wieder sehr christlich anmutet, ist das Ende mit Aslan, der die Telmarer und die Kinder nach Hause schickt. Ganz offiziell wird ja gesagt, dass Peter und Susan zu alt seien, um noch einmal nach Narnia zurückzukehren. Ob das die wirklich passende Erklärung ist? Ja, Lucy und Edmund sind jünger, aber ist man wirklich nur durch das Alter prädestiniert für eine Reise nach Narnia?

Für mich klingt es eher nach der Verbannung aus dem Paradies. Wir erinnern uns, dass Lucy als erste Aslan gesehen hat und die anderen Kinder ihr zuerst nicht glauben wollten. Edmund war der nächste, der ihn gesehen hat, ganz zum Schluss hat auch Susan ihn erst gesehen.

Wenn wir Aslan mit Gott gleichsetzen, dann kann man wohl sagen, dass ihm Peter und Susan zu sehr vom Glauben abgekommen sind. Wenn sie erst so spät Aslan gesehen haben und an ihn glauben, wie wäre das erst in einem oder mehreren Jahren? Hätten sie Aslan / Gott / den Glauben komplett vergessen? Die „Strafe“ ist die Verbannung aus Narnia, die Kinder können nicht mehr wiederkommen.

Wie es hingegen mit Lucy und Edmund weitergeht, erfahrt ihr nächste Woche, also bleibt dran!

Was hältst du von den Narnia-Verfilmungen? Erzähle es mir gerne in einem Kommentar!

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