Buchrezension: Prof. Dr. med. Silke Heims – Ich schreibe mich gesund

Ich schreibe mich gesund von oben

Autorin: Prof. Dr. med. Silke Heims
OT: Ich schreibe mich gesund
Erscheinungsjahr und Verlag: 2020, München: dtv
Seiten: 240 Seiten
Preis: 18 €

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

Stress, Schicksalsschläge, Unfälle – es gibt viele Gründe, weshalb unser Körper aus dem Gleichgewicht geraten kann. Chronische Krankheiten und Schmerzen können die Folge sein. Unser Leben kann das maßgeblich beeinflussen, wir richten uns nach dem Schmerz, können manches Mal sogar die Freude am Leben verlieren. Das Buch „Ich schreibe mich gesund“ von Prof. Dr. med. Silke Heims bietet eine Hilfestellung in solch schweren Zeiten an. In dieser Rezension erfahrt ihr, worum es in dem Buch geht, denn wir haben es hier nicht nur mit einem Sachbuch zu tun, sondern im Buch wird ein Großteil dem „12-Wochen-Programm“ gewidmet mit vielen Schreibimpulsen, um ein eigenes „Schmerztagebuch“ zu führen und den Beschwerden auf den Grund zu gehen.

Der Inhalt

In ihrem Buch „Ich schreibe mich gesund“ geht die Autorin im ersten Abschnitt des Buches darauf ein, was das Buch bezwecken möchte und wie das Schreiben sich auf die Gesundheit auswirken kann. Zunächst macht sie uns bewusst, dass der Körper und die Psyche eng miteinander verbunden sind. Jeder, der schon einmal nervös war und davon Bauchschmerzen bekommen hat, weiß, wie sehr diese Aussage stimmt! Das kann sogar zu chronischen Krankheiten führen, die uns ein Leben lang begleiten.

Was ich gut finde, ist, dass die Autorin keinesfalls sagen will, dass das Schreiben die Medizin ersetzt. Natürlich sind es auch nicht immer nur Bauch- und Kopfschmerzen, die man mit sich herumträgt, sondern manch einer leidet vielleicht an einer schweren, lebensbedrohlichen Krankheit, der nicht so einfach mit Schreiben beizukommen ist. Dennoch haben Studien und ihre eigenen Erfahrungen im Umgang mit PatientInnen gezeigt, dass das Schreiben eine medizinische Therapie durchaus begleiten kann und auch dafür sorgen kann, dass man den eigenen Schmerz besser versteht und lernt, mit ihm umzugehen.

Schreiben als Therapie

Jeder, der schon einmal Tagebuch geschrieben hat, weiß sicherlich, welch heilende Wirkung es haben kann, Dinge aufzuschreiben. Dabei geht es nicht nur darum, die schlimmen Dinge aufzuschreiben, sondern auch die positiven Erlebnisse.

Genau darum geht es auch in diesem Buch. Wir schauen nicht nur negativ auf die eigenen Schmerzen, sondern auch aus einem positiven Blickwinkel. Jedoch wird in diesem Buch nicht einfach drauflos geschrieben, sondern die Autorin leitet uns mit interessanten Fragen und Schreibimpulsen durch 12 Wochen. In der ersten Woche lernen wir unseren Schmerz ein bisschen besser kennen: Wir setzen uns mit der Frage auseinander, wovon unsere Schmerzen uns abhalten, aber wir erforschen auch, ob es den einen oder anderen Vorteil gibt, zum Beispiel, ob uns durch die Schmerzen Aufmerksamkeit zuteilwird, oder ob wir unangenehme Aufgaben dadurch nicht erledigen müssen. Unsere Vorstellungkraft ist gefragt, wenn wir uns vorstellen sollen, wie wir unseren Schmerz als Gast nach Hause einladen und was wir mit ihm machen würden.

Wochen- und Etappenreflexionen helfen dabei, eine Schreibwoche Revue passieren zu lassen. Zum Schluss gibt es noch Fragen zur Abschluss-Reflexion und Vorschläge, wie es weitergehen kann. Am Ende des Buches gibt es noch mal ein paar freie Seiten, die man jederzeit als Notizen benutzen kann. Alle Gedanken finden hier ihren Platz.

Ich schreibe mich gesund Fragebeispiel
Beispiel für eine Tagesreflexion

Empfehlung

Das Buch „Ich schreibe mich gesund“ ist für alle geeignet, die seit Längerem kleine oder große Krankheiten mit sich herumtragen. Man setzt sich mit seinem Körper und seiner Psyche auseinander und versteht im besten Falle nach und nach, wann Beschwerden auftauchen und wie man ihnen aus eigener Kraft heraus etwas entgegensetzen kann.

Auch ich habe angefangen, in das Buch zu schreiben (Dank des angenehmen Papiers kann man auch super mit einem Füller hineinschreiben), obwohl ich zum Glück keine schlimme Krankheit habe, sondern nur häufiger Bauchschmerzen, die manchmal aus dem Nichts erscheinen. Mir haben die Schreibimpulse dabei geholfen, über meine Schmerzen nachzudenken und mich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Noch weiß ich nicht, ob das Buch für meine Zwecke auch bis ganz zum Schluss geeignet ist – aber ich denke, dass es ein wirklich positiver Impuls sein kann, um sich näher mit seinem Körper und nicht zuletzt mit seiner Psyche auseinanderzusetzen.

Dank der hübschen Aufmachung des Buches eignet es sich übrigens auch super als Geschenk für einen lieben Menschen! Daher gibt es eine klare Kaufempfehlung meinerseits.

Viel Freude mit dem Buch!
Eure Jacqui

Gesamtbewertung: 5/5 ♥

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