Buchrezension: C. S. Lewis – Die Chroniken von Narnia 3 – Der Ritt nach Narnia

Autor: Clive Staples Lewis
Titel: Der Ritt nach Narnia
(Die Chroniken von Narnia 3)
OT: The Horse and His Boy
Erschienen: 2005 in Wien: Verlag Carl Ueberreuter
OT erschienen: 1954

In Teil 3 der „Chroniken von Narnia“ verlassen wir vorerst die Geschwister Lucy, Edmund, Peter und Susan (zumindest zum Großteil) und lernen stattdessen ein neues Land und neue Charaktere kennen.

Vor diesem Teil kommt als erster Band von C.S. Lewis „Das Wunder von Narnia“ und danach „Der König von Narnia“. Auf meinem Blog könnt ihr diese Rezensionen ebenso nachlesen.

Worum geht’s?

In „Der Ritt nach Narnia“ befinden wir uns im Land Kalormen, weit entfernt von Narnia. Dort können die Tiere im Normalfall nicht sprechen und Menschen werden als Sklaven gehalten. Wir lernen den Jungen Shasta kennen, der ein Fischerjunge ist und von seinem – vermeintlichen – Vater Arashin schlecht behandelt wird. Als sein Vater eines Tages Besuch von einem Adligen bekommt, der ihm den Jungen abkaufen will, erfährt Shasta durchs Lauschen, dass Arashin gar nicht sein richtiger Vater ist.

Plötzlich hört er das Pferd des Adligen, das Bree heißt, neben sich sprechen. Er warnt den Jungen, dass er als Sklave des Adligen kein gutes Leben haben werde. Bree, der aus Narnia kommt, überredet Shasta dazu, mit ihm dorthin zu fliehen.

Unterwegs begegnet Shasta dem Mädchen Aravis, einer Kalormenin, und ihrem Pferd Hwin, das ebenso aus Narnia stammt und sprechen kann. Obwohl sich die Kinder anfangs nicht so gut verstehen, begehen sie die Reise zusammen. Aravis stammt eigentlich aus einer reichen Familie, doch ihr Vater wollte sie gegen ihren Willen verheiraten – da floh Aravis.

In der Stadt Tashban werden die Kinder voneinander getrennt. Shasta wird mit dem Prinzen Corin aus Archenland verwechselt, der mit einer narnianischen Delegation in der Stadt unterwegs ist und den Aufpassern entwischt ist. Dort erfährt er, dass Prinz Rabadash Königin Susan heiraten will und plant, sie gewaltsam festzuhalten, sollte sie sich wehren. Die Narnianen können gerade noch rechtzeitig ihre Flucht planen.

Aravis hingegen trifft zufällig eine alte Freundin wieder, die ihr hilft, unerkannt zu bleiben. Die beiden belauschen Prinz Rabadash und den sogenannten Tisroc, seinen Vater. Diese besprechen, wie sie in Archenland und Narnia einfallen können.

Fest entschlossen reiten Aravis und Shasta, als sie sich wieder treffen, durch die Wüste nach Narnia, um die Einwohner Archenlands und Narnias zu warnen. Dabei treffen sie nicht nur auf einen auf den ersten Blick gefährlichen Löwen, sondern Shasta erfährt auch noch etwas ganz anderes, das sein Leben auf den Kopf stellen wird…

Kleines Zwischenspiel und Weltenbau

In „Der Ritt nach Narnia“ geht es vordergründig nicht um die vier Geschwister aus unserer Welt, die nun Könige und Königinnen von Narnia sind. Sie werden zwar auch erwähnt, doch die Hauptfiguren sind Shasta, Aravis und ihre zwei Pferde Bree und Hwin.

Die Geschichte selbst lässt sich ziemlich locker und schnell lesen, es ist eine typische Kindergeschichte. Dementsprechend ist sie doch sehr leicht und ohne viele Wendungen, was diesen Band letztendlich eher zur „Nebengeschichte“ werden lässt, die aber trotzdem interessant zu lesen ist.

Ich denke, hier kommt es vor allem auf den Weltenbau in „Narnia“ an. In den Filmen haben wir ja ein bestimmtes Bild von Narnia vermittelt bekommen, das ich am Anfang in Büchern jedoch noch ein wenig vermisst habe. In „Der Ritt nach Narnia“ wird die fremde Welt ein bisschen besser erklärt und wir lernen neben Narnia noch weitere Länder kennen. Südlich von Narnia befindet sich Archenland und zusammen mit den Kindern reisen wir durch eine riesige Wüste, die sich südlich davon ausbreitet. Dahinter liegen die Stadt Tashbaan und das Land Kalormen, aus dem Shasta und Aravis fliehen.

So wird uns vor allem die Welt ein bisschen besser erklärt. Zur Hauptgeschichte trägt dieser Band jedoch nicht bei. So ist es auch möglich, „Der Ritt von Narnia“ getrennt und ohne Vorwissen zu lesen. Wie immer ist der Schreibstil einfach und die Geschichte gut nachvollziehbar, sodass auch jüngere Kinder (ab 8 Jahren würde ich schätzen), diesen Band lesen können.

Habt ihr diesen Zwischenband gelesen und wie hat er euch gefallen?

Schreibe eine Antwort zu mademoisellepusteblume Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: